Gesundheit und Gleichstellung

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Neuer Senat in Berlin : Wie erfolgreich waren die ersten 100 Tage Rot-Rot-Grün?
Dilek Kolat, ehemalige Arbeits-, heute Gesundheitsministerin, (SPD) besichtigt am 12.08.2015 die Station "Rotes Rathaus" der U5-Baustelle.
Dilek Kolat, ehemalige Arbeits-, heute Gesundheitsministerin, (SPD) besichtigt am 12.08.2015 die Station "Rotes Rathaus" der...Foto: dpa

11. Gesundheit und Gleichstellung

Ganz formal betrachtet hat Dilek Kolat (SPD) – und zwar tatsächlich in 100 Tagen – vier der fünf ersten Ankündigungen der Koalition umgesetzt. Es gibt, wenn auch zaghaft, bessere Informationen für Pflegebedürftige; das wurde nach der Reform der Pflegestufen nötig. Dann hat Kolat, zweitens, im Bund noch mal Druck für die Bürgerversicherung gemacht. Dazu gibt es die angekündigte Kampagne für das neue Sexualstrafrecht und, viertens, kostenloses W-Lan in den Kliniken.

Bald will sich Kolat, das wäre fünftens, dem Berliner Kammergesetz widmen, das die Rechte und Pflichten von Ärzten und Apothekern regelt. Die bedeutendste Baustelle aber sind die überlasteten Gesundheitsämter in den Bezirken. Und dort muss einiges passieren: Zehn Prozent der 1580 Stellen sind unbesetzt – und eigentlich müsste es sowieso viel mehr Stellen geben. Denn die Stadt wächst, weshalb selbst 1580 Mitarbeiter nicht ausreichen. Es fehlen Ärzte, Dolmetscher und Therapeuten, die sich um Obdachlose, Schulkinder und Asylbewerber kümmern. Es geht um Impfungen, Schuluntersuchungen und Suchthilfen – letztlich also um das medizinische Grundgerüst der Stadt.

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