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Berlin-Friedrichshain : Homofeindlicher Angriff: Gesuchter stellt sich der Polizei

Berlin feierte den CSD 2017 - und ein 20-Jähriger mit Regenbogenfahne wurde in der Straßenbahn angegriffen. Sie Polizei fahndete mit Fotos - nun stellte sich der Gesuchte.

Ein Hinweisschild der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit der Aufschrift "Video - Zu Ihrer Sicherheit". Foto: Arno Burgi dpa/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein Hinweisschild der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit der Aufschrift "Video - Zu Ihrer Sicherheit". Foto: Arno Burgi dpa/lbn...Foto: Arno Burgi dpa/lbn

Nachdem die Berliner Polizei am Donnerstag Fahndungsfotos veröffentlichte, mit denen sie nach einer homofeindlichen Attacke im Sommer 2017 nach dem mutmaßlichen Täter suchte, meldete dieser sich am Abend selbst auf einem Revier in Nordrhein-Westfalen. Es handelt sich um einen 20-Jährigen aus Mönchengladbach. Er habe sich auf den Fotos wiedererkannt, die ihm ein Bekannter als Screenshot einer Tageszeitung weitergeleitet hätte.

Der Vorfall ereignete sich am 23. Juli, ein Sonntag, in den frühen Morgenstunden in einer Straßenbahn der Linie M10 in Friedrichshain in der Nähe der Station Frankfurt Tor. Wenige Stunden zuvor, am 22. Juli, wurde in Berlin der Christopher Street Day mit einer Parade gefeiert.

In der Nacht gegen 2.40 Uhr soll dabei ein bislang unbekannter Mann in der Straßenbahn einen anderen, 20 Jahre alten Fahrgast erst als „Homo-Fotze“ und „Schwuchtel“ beleidigt und dann attackiert haben.

Täter zog das Opfer von hinten an der Regenbogenfahne aus der Tram

Von hinten soll der nun von der Polizei gesuchte Mann den 20-Jährigen angegriffen haben. Das Opfer hat eine Regenbogenfahne verknotet um den Hals getragen. Daran zog der Täter den 20-Jährigen von hinten aus der Straßenbahn. Der angegriffene Fahrgast hat nach Angaben der Polizei dadurch Verletzungen im Hals- und Rückenbereich erlitten.