"Aufwand zu groß" : Haseloff deaktiviert Profil bei Facebook

Wird das der neue Trend bei Politikern? Robert Habeck hatte sich von den sozialen Medien verabschiedet, jetzt sagt Reiner Haseloff Facebook adieu.

Reiner Haseloff (links) wird per Facebook nicht mehr mitteilen, was er auf der Grünen Woche in Berlin alles verköstigt hat.
Reiner Haseloff (links) wird per Facebook nicht mehr mitteilen, was er auf der Grünen Woche in Berlin alles verköstigt hat.Foto: ZB

Reiner Haseloff, nicht zu verwechseln mit David Hasselhoff, hat dem Online-Netzwerk Facebook aus Zeitgründen den Rücken gekehrt. Der Aufwand für die Pflege seines Profils sei einfach zu groß geworden, sagte der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, am Montagabend auf einer Veranstaltung des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig. Haseloff habe seinen persönlichen Account vor wenigen Tagen deaktiviert, bestätigte Regierungssprecher Matthias Schuppe am Dienstag in Magdeburg. Seinen persönlichen Twitter-Account mit mehr als 10 000 Followern will der CDU-Politiker aber weiterhin bespielen.

Neuer Trend bei Politikern?

Mit dem zuletzt von mehreren Spitzenpolitikern beklagten raueren Ton in den Online-Netzwerken habe die Entscheidung nichts zu tun, betonte Schuppe. „Das ist höchstens ein sehr nachrangiger Grund.“ Zuletzt hatte sich mit dieser Begründung etwa Grünen-Chef Robert Habeck aus den sozialen Medien verabschiedet.

Schon seit eineinhalb Jahren habe Haseloff auf Facebook kaum noch neue Inhalte gepostet, sagte der Sprecher. „Der Ministerpräsident hat sich schon in den letzten Monaten auf Twitter konzentriert, aber Facebook mitbetreut." Der Kurznachrichtendienst sei für die schnelle politische Kommunikation besser geeignet - bei weniger Aufwand. Das mit der Schnelligkeit stimmt, das mit dem Aufwand überrascht. (mit dpa)

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