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Toulouse in Frankreich : Zwei Menschen sterben bei Brückeneinsturz

Bei dem Unglück fielen mehrere Fahrzeuge in den Fluss Tarn. Eine 15-Jährige und der Fahrer eines Lkw wurden tot geborgen.

Die eingebrochene Hängebrücke bei Toulouse.
Die eingebrochene Hängebrücke bei Toulouse.Foto: ERIC CABANIS / AFP

Beim Einsturz einer Autobrücke bei Toulouse sind nach bisherigen Erkenntnissen zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Fahrer eines Lastwagens sei tot gefunden worden, sagte der Bürgermeister von Mirepoix-sur-Tarn, Éric Oget, dem Nachrichtensender BFMTV am Montag. Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Leiche aus dem Fahrzeug im Fluss Tarn zu bergen, so Oget. Zuvor war bereits der Tod einer 15-Jährigen bestätigt worden. Mehrere Menschen erlitten bei dem Einsturz der Brücke Verletzungen.

Zu schwerer Lkw als Ursache?

Wie viele Personen sich auf der Brücke befanden, war zunächst unklar. Die Brücke sei stark befahren gewesen, sagte Bürgermeister Oget. Viele Menschen hätten sie genutzt, um zur Arbeit zu kommen. Zwei Fahrzeuge - ein Auto und ein Lkw - waren mit Sicherheit auf der Brücke unterwegs und in den Fluss gestürzt, als sie zusammenbrach.

Die Behörden gingen von einem dritten Fahrzeug aus. Der Grund für den Einsturz könnte ein zu schwerer Lastwagen gewesen sein. Auf der fast 90 Jahre alten Metallbrücke waren Fahrzeuge über 19 Tonnen Gewicht nicht zugelassen, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Die Regionalzeitung „Dépêche du Midi“ berichtete Ähnliches. Demnach waren zwei Laster in Richtung Brücke unterwegs, der erste mehr als 40 Tonnen schwer. Der zweite Lkw habe vor der Brücke gewartet, bis der erste die Brücke überquert hat - doch diese brach dann schließlich mit dem schweren Lkw und anderen Fahrzeugen zusammen.

Untersuchung eingeleitet

Die genaue Unglücksursache war am Montagabend aber noch unklar. Es wurde eine offizielle Untersuchung eingeleitet.

Dutzende Einsatzkräfte suchten nach Vermissten. Taucher und Hubschrauber waren an der Unglücksstelle. Die Bedingungen waren aufgrund der kalten Temperaturen im Fluss schwierig. Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, darunter auch Zeugen, die nach dem Unglück geholfen hatten. Es sei denkbar, dass neben den Fahrzeugen auch Fußgänger auf der Brücke waren, sagte Eric Oger, der Bürgermeister von Mirepoix-sur-Tarn.

„Ich war am Montagmorgen gegen 8.00 Uhr in meinem Badezimmer und hörte einen gewaltigen Lärm“, sagte der Anwohner Philippe Duguet der „La Dépêche du Midi“. „Ich wohne 300 Meter von dieser Brücke entfernt und es ist eine Route, die ich oft nehme.“

Laut der Regionalverwaltung galt die Brücke nicht als einsturzgefährdet oder sanierungsbedürftig. Bei einer detaillierten Untersuchung im Jahr 2017 seien zwar kleinere Mängel festgestellt worden, aber „kein Problem am Tragwerk“. Die Metallbrücke stammte aus dem Jahr 1931 und war 2003 zuletzt restauriert worden.

2018 hatte der Brückeneinsturz im italienischen Genua mit 43 Toten für Entsetzen gesorgt. Das Polcevera-Viadukt, bekannt auch als Morandi-Brücke, war am 14. August 2018 während eines Unwetters zusammengebrochen. Noch immer ist nicht geklärt, wie es zu dieser Katastrophe kam. Im Zuge dessen wurden auch in Frankreich die Brücken untersucht. Das erschreckende Ergebnis: Mindestens 25.000 befinden sich in schlechtem baulichen Zustand und bergen für die Nutzer Sicherheitsrisiken. Anfang Oktober war auf Taiwan eine Brücke eingestürzt. (AFP, dpa)

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