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Thema

Bundesverfassungsgericht

Der Zug rollt, und seit der Abfahrt droht ein Crash. Doch kein Passagier traut sich an die Notbremse.

Von Frank Jansen
Kolumnist George Turner.

Die Föderalismusreform ist in der Sackgasse gelandet. Die Länder haben die Möglichkeit der Gestaltung; ihnen fehlen aber die Mittel dazu. Der Bund hat das Geld, darf aber nicht so, wie er möchte, meint unser Kolumnist George Turner, Wissenschaftssenator a.D.

Gelingt es diesmal, die NPD zu verbieten?

Vor dem Sondertreffen der Innenminister zu einem neuen NPD-Verbotsverfahren wachsen die Zweifel, ob die hohen Hürden dafür genommen werden können. Dabei geht es vor allem um den Abzug von V-Leuten aus der Parteiführung.

Erst stimmten sie der Offenlegung der Wasserverträge mit dem Land Berlin zu, jetzt fechten sie das entsprechende Gesetz plötzlich an: RWE Aqua und Veolia Wasser sind vor das Bundesverfassungsgericht gezogen. Die beiden Eigentümer von zusammen etwa der Hälfte der Anteile an den Berliner Wasserbetrieben haben eine Verfassungsbeschwerde eingelegt.

In schwierigen Zeiten wächst das Bedürfnis der Menschen nach Führer- und Gefolgschaft. Umso wichtiger sind die Stimmen der Zweifler. Im Fall der Griechenlandhilfen hat das Bundesverfassungsgericht dafür gesorgt, dass sie gehört werden.

Von Jost Müller-Neuhof

Das Bundesverfassungsgericht entscheidet am Dienstag darüber, in welcher Form der Bundestag an Eilentscheidungen der Regierung zur Euro-Rettung beteiligt werden muss. Welche Folgen kann das Urteil haben?

Von Hans Monath

Berlin - Der Bundestag muss die Wahlkreise künftig möglicherweise allein nach der Zahl der Wahlberechtigten einteilen – und nicht wie bisher auf der Grundlage der gesamten Wohnbevölkerung, also einschließlich der Minderjährigen. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Von Albert Funk
Rauchen nicht nach dem Essen!

Raucher haben es in Deutschland wirklich nicht leicht. Verbote überall und selbst die Raucherpause auf der Arbeit steht im Visier der Sittenwächter. Jetzt dürfen Raucher in Hamburg wenigstens wieder beim Essen paffen.

Von Helmut Schümann
Professorinnen vor. Der Wissenschaftsrat will, dass endlich die Potenziale von Frauen ausgeschöpft werden.

Das Verfassungsgericht hält das Grundgehalt von W2-Professoren für "evident unzureichend". Doch nur sehr wenige bekommen allein das Grundgehalt - allein in Berlin erhalten sie im Schnitt 800 Euro an Leistungszulagen. Über die wird gestritten.

Von
  • Tilmann Warnecke
  • Amory Burchard

Junge Professoren werden sich freuen über die Anerkennung, die das Bundesverfassungsgericht ihnen zollt. Doch darüber hinaus geht es auch um die Bildungsfinanzierung von der Kita bis zur Hochschule. Bund und Länder müssen gemeinsam mehr Geld ins System bringen.

Von Amory Burchard

Das Karlsruher Urteil zur Bezahlung von Professoren ist unangemessen und anachronistisch. Das höchste Gericht muss sich weder in Tarifpolitik einmischen noch vordemokratische Grundsätze hochleben lassen. Das Urteil könnte aber nützlich sein - wenn es zu einer Debatte um die Frage führt, ob Professoren wirklich verbeamtet sein müssen.

Von Albert Funk
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