Trotz Annäherung an Nordkorea : USA wollen Truppen doch in Südkorea lassen

US-Verteidigungsminister James Mattis sicherte Südkorea trotz der Annäherung zwischen Trump und Kim Jong Un militärische Unterstützung zu.

James Mattis, Verteidigungsminister der USA, gemeinsam mit Song Young-moo, Verteidigungsminister von Südkorea, in Seoul.
James Mattis, Verteidigungsminister der USA, gemeinsam mit Song Young-moo, Verteidigungsminister von Südkorea, in Seoul.Foto: Chung Sung-Jun/Pool Getty Images/AP/dpa

Angesichts von Sorgen nach der einseitigen Absage gemeinsamer Militärmanöver durch US-Präsident Donald Trump hat US-Verteidigungsminister James Mattis Südkorea die "eiserne" Unterstützung durch Washington versichert. Dazu gehöre, dass die Zahl der in Südkorea stationierten Soldaten in gleicher Höhe aufrecht erhalten werde, sagte Mattis am Donnerstag nach einem Gespräch mit seinem südkoreanischen Kollegen Song Young Moo in Seoul.

Trump hatte nach seinem historischen Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vor zwei Wochen überraschend einen Stopp der gemeinsamen Militärmanöver zwischen Südkorea und den USA verkündet. Seoul war im Vorfeld nicht über diesen Schritt informiert worden.

Zehntausende US-Soldaten sollen Südkorea vor Angriffen schützen

In Südkorea sind zehntausende US-Soldaten stationiert. Sie sollen den engen US-Verbündeten gegen mögliche Angriffe aus dem Norden schützen. Seit Jahren veranstalteten die USA und Südkorea gemeinsam regelmäßig großangelegte Militärmanöver. Pjöngjang reagierte stets heftig auf die Übungen. Nach derartigen Manövern im vergangenen Jahr feuerte Nordkorea Raketen über das japanische Festland hinweg.

In Südkorea und Japan herrscht Sorge, dass die USA mit Nordkorea ein Abkommen treffen könnten, das zwar die Bedrohung der USA durch nordkoreanische Interkontinentalraketen beendet, Nordkoreas Nachbarn jedoch weiterhin innerhalb der Reichweite von Mittel- und Kurzstreckenraketen belässt. (AFP)

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