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03.01.2026, Berlin: Ehrenamtliche Mitarbeiter des DRK bauen während des Stromausfalls im Südwesten Berlins in einer Notunterkunft Feldbetten auf.

© dpa/Sebastian Gollnow

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Großer Stromausfall nach Brandanschlag: Versorgung für Zehntausende im Südwesten Berlins bis Donnerstag unterbrochen – Bezirk öffnet Wärmestuben

Megastromausfall seit Samstagmorgen in Steglitz-Zehlendorf. Fünf Hochspannungskabel durch beschädigt, Polizei prüft Bekennerschreiben. Nahverkehr eingeschränkt. Alle Entwicklungen im Liveblog.

45.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe im Südwesten von Berlin sind seit Samstagmorgen ohne Strom. Betroffen von dem Stromausfall sind weite Teile von Steglitz-Zehlendorf. Polizei und Feuerwehr sind im Großeinsatz.

Die Fakten im Überblick

  • Brandsätze unter den Kabeln deuten auf einen Brandanschlag hin. Dem für politische Straftaten zuständigen Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes liegt ein Bekennerschreiben vor.
  • „Das Ausmaß ist größer, als bei dem Stromausfall in Adlershof im September 2025“, sagt Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD).
  • Die Reparatur zieht sich nach Angaben von Stromnetz Berlin für 35.000 Haushalte in Zehlendorf, Nikolaussee und Wannsee noch bis Donnerstag hin. Bis zum späten Samstagabend sollen voraussichtlich 10.000 Haushalte im Bereich Lichterfelde wieder mit Strom versorgt sein.
  • Durch den Stromausfall ist auch die Fernwärmeversorgung beeinträchtigt. Das Fernwärmekraftwerk ist zwar selbst nicht betroffen, doch die Pumpen können ohne Strom die Wärme nicht transportieren.

Ursache für den Stromausfall ist ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal beim Heizkraftwerk Lichterfelde um 6.13 Uhr. Dadurch wurden fünf Hochspannungskabel und zehn Mittelspannungskabel beschädigt. Laut Polizei und Feuerwehr ist auch das Mobilfunknetz betroffen, auch der Notruf eingeschränkt.

21.26 Uhr: S-Bahn-Verkehr auch am Abend eingeschränkt

Auch am Abend ist der Verkehr der Berliner S-Bahn wegen des Stromausfalls weiterhin gestört. Der Ausfall eines Stellwerks in Wannsee ist noch nicht behoben, wie das Verkehrsunternehmen mitteilte. Die S1 verkehrt nicht zwischen Zehlendorf und Wannsee, die S7 nicht zwischen Charlottenburg und Potsdam Hbf. Die Züge der S7 fahren nur zwischen Ahrensfelde und Charlottenburg. Auch der Regionalverkehr ist betroffen und kann nicht zur Umfahrung genutzt werden. Auf der Linie S25 entfallen zudem die Halte Osdorfer Straße und Lichterfelde Süd. Über die Haltestellen des Ersatzverkehrs informiert die S-Bahn auf ihrer Störungsseite.

21.10 Uhr: Zwei weitere Notunterkünfte eröffnet

Neben dem Standort in der Hüttenstraße sind nun zwei weitere Notunterkünfte verfügbar, wie das Bezirksamt mitteilte. Auch in die Sporthalle der Zinnowwald Grundschule (Wilskistraße 78) und in den Bürgersaal im Rathaus Zehlendorf (Teltower Damm 18) können Betroffene kommen. Zudem besteht an folgenden Orten die Möglichkeit, sich aufzuwärmen, Handys aufzuladen und etwas zu trinken:

  • Paulus-Gemeinde, Jugendkeller (Hindenburgdamm 101) tagsüber ab 09:00 Uhr.
  • Matthäus Gemeindehaus am Steglitzer Kreisel tagsüber von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr für etwa 50 Menschen.
  • Foyer des Rathauses Zehlendorf (Kirchstraße 1/3).
  • Gemeindehaus der Emmaus-Kirchengemeinde (Onkel-Tom-Straße 80) am Sonnabend von 19 bis mindestens 22 Uhr und am Sonntag ab 9.30 Uhr.
  • Jugendfreizeitheim Campus Albert Schweitzer (Am Eichgarten 14) am Sonntag ab 14 Uhr.

21.06 Uhr: Giffey: Fünf Hochspannungskabel durch Brandsätze beschädigt

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hat in der „Abendschau“ des RBB Details zum Ausmaß des Schadens bekanntgegeben. Es seien Brandsätze direkt unter den Kabeln deponiert worden. Damit bestätigt sie implizit, dass es sich um einen Brandanschlag gehandelt hat. Es seien fünf Hochspannungskabel und zehn Mittelspannungskabel beschädigt worden. Zum Vergleich führt sie den Anschlag in Adlershof im September an: Dort seien lediglich zwei Hochspannungskabel beschädigt worden. Derartige Kabel seien zehn Zentimeter dick, die Reparatur auch wegen des Frosts schwierig. Einfacher sei die Reparatur von Mittelspannungskabeln, um erste Anschlüsse wieder zu versorgen.

20.55 Uhr: Feuerwehr wappnet sich für die Nacht

Die Berliner Feuerwehr bereitet sich darauf vor, Menschen im betroffenen Gebiet auch in der Nacht zu unterstützen. „Wir werden abwarten müssen: Wie sehr beißt die Kälte? Inwiefern können sich Anwohner selbst helfen?“, sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel. Noch immer sind rund 380 zusätzliche Kräfte von THW, Hilfsorganisationen, Freiwilliger Feuerwehr und dem Einsatzstab der Feuerwehr vor Ort. Der Einsatzstab auf der Feuerwehrwache Zehlendorf koordiniert Hilfeersuche von Pflegeeinrichtungen, Heimunterbringungen und anderen Hilfebedürftigen.

Die örtliche Einsatzleitung an der Feuerwehrwache Zehlendorf.

© Berliner Feuerwehr

20.50 Uhr: Erste Betten in der Notunterkunft sind belegt

Rund zehn Betten in der Notunterkunft in der Hüttenstraße sind bereits belegt. Es gibt Essen, viele hilfsbereite Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz unterstützen Anwohner. Ein älteres Ehepaar aus Zehlendorf ist hier gegen 19 Uhr gemeinsam mit ihrem Sohn eingetroffen. Sie ruhen sich auf drei Feldbetten aus und laden ihre Handys. Fotografieren lassen wollen sie sich nicht, aber erzählen. Ihr Haus ist kalt, der Strom funktioniert seit heute Morgen nicht. Nicht einmal die Klingel funktioniert.

Von zwei Feuerwehrleuten erfuhren sie von der Notunterkunft und machten sich schließlich zu Fuß auf. Jetzt werden sie hier wohl die Nacht verbringen. „All unsere Bekannten, wo wir sonst unterkommen könnten, sind auch betroffen“, erzählt die ältere Dame. Sie hoffen, dass die Stromversorgung schnell wiederhergestellt wird. „Sonst müssen wir über ein Hotel nachdenken.“

Feldbetten stehen in einer Notunterkunft im Cole-Sports-Center. Einige Betten in der Unterkunft sind bereits belegt.

© Julius Geiler

Was sich in der Notunterkunft im Hüttenweg auch zeigt: die große Hilfsbereitschaft vieler Menschen. Eine Frau ist extra aus Potsdam hierher gefahren, um Betroffenen einen Schlafplatz in ihrer Wohnung anzubieten. Gegen 20.45 Uhr trifft eine Mutter mit ihrem Kind ein, die sich Sorgen um ihre Nachbarin macht. Die Frau sei 88 Jahre alt und wolle partout nicht ihre ausgekühlte Wohnung verlassen. „Das geht doch nicht bis Donnerstag“, sagt die besorgte Frau. Sie wolle sich ein Bild von der Notunterkunft machen, um ihre Nachbarin notfalls hierhin zu bringen. 

20.00 Uhr: Anwohner laufen mit Taschenlampen durchs Treppenhaus

In den Hochhäusern in der Thermometersiedlung ist es stockdunkel. Immer wieder sieht man eine Taschenlampe aufblitzen, wenn Mieter durch das dunkle Treppenhaus nach unten laufen. Ein Rentner-Ehepaar grüßt freundlich. Sie gehen eine Runde mit dem Hund und nehmen den Blackout sportlich. „Es sind immer noch 20 Grad in der Wohnung“, sagt sie, „und wenn es kälter wird gehen wir halt ins Bett“. Beide bedauern, dass ihr Fernseher nicht geht, „aber so unterhalten wir uns einfach“, sagt die ältere Dame. Obwohl sie im 7. Stock wohnen, hat es sie vergleichsweise glimpflich getroffen. In ihrem Haus funktioniert der Fahrstuhl. Warum, können sie sich auch nicht erklären. 

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19.58 Uhr: Polizei und Feuerwehr installieren Lichtmasten

Unter anderem an der Osdorfer Straße in Lichterfelde wurden durch Einsatzkräfte sogenannte Lichtmasten installiert, um Anlaufstellen für Anwohner zu schaffen. „Ich hatte eigentlich frei heute“, sagt ein Polizist, „stattdessen werden wir hier die Nacht verbringen“. Er hat trotzdem gute Laune und beantwortet geduldig die Fragen von Anwohnern. Er persönlich rechne nicht damit, dass in Lichterfelde der Strom noch heute zurückkomme, erklärt er einem Herrn, „gehen sie mal von Montag aus“.

Die Stromnetz Berlin bleibt indes bei ihrer Prognose, den Strom im Ortsteil bis zum späten Samstagabend wiederherstellen zu können. „Derzeit laufen letzte Tiefbauarbeiten“, sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel.

Menschen sammeln sich um einen Lichtmast der Berliner Feuerwehr in der Osdorfer Straße im Ortsteil Lichterfelde.

© Julius Geiler

Die Standorte von fünf Lichtmasten teilte die Polizei auf X mit:

  • S-Bahnhof Osdorfer Straße
  • Thermometersiedlung
  • Spanische Allee / Schopenhauerstraße
  • Potsdamer Chaussee / Spanische Allee
  • Heinrich-Albertz-Platz

Zusätzlich habe man eine mobile Wache am Sderotplatz (Potsdamer Straße / Martin-Buber-Straße) positioniert, an der Einsatzkräfte Fragen beantworten und Anwohner unterstützen.

Keine hundert Meter entfernt vom Mast der Polizei in der Osdorfer Straße hat auch die Feuerwehr solch einen „Lichtpunkt“ in Betrieb genommen. Hier gibt es sogar zusätzlich einen Generator. Während drei Frauen hier ihre Handys laden, machen die Kinder eine Schneeballschlacht. Zumindest hier ist die Stimmung eher vergnügt als betrübt. Ein Mann bedankt sich bei den Feuerwehrleuten. „Keine Ursache, dafür sind wir da“, antwortet einer von ihnen. 

Die Lichtmasten in der Osdorfer Straße sorgen für eine regelrechte Anziehung. Wie Insekten, die sich um Lichtquellen tummeln, treffen hier immer mehr Nachbarn ein und kommen ins Gespräch. Viele hält es nicht mehr in den Wohnungen, sie sind auf der Suche nach Informationen. „Ich habe das Licht gesehen und bin einfach drauf losgelaufen“, sagt ein Mann.

Ein Lichtmast der Berliner Polizei in der Osdorfer Straße im Ortsteil Lichterfelde.

© Julius Geiler

19.14 Uhr: Das sind die elf Notrufannahmestellen der Feuerwehr

Die Berliner Feuerwehr hat inzwischen elf Notrufannahmepunkte eingerichtet. Dort wird es möglich sein, Notrufe abzusetzen sowie Hilfe und Informationen zu bekommen. An diesen Stellen wird vorerst aber keine Versorgung oder Betreuung darüber hinaus möglich sein.

Die Notrufannahmestellen befinden sich hier:

  • Rathaus Wannsee (Chausseestraße / Königstraße) 
  • Mexikoplatz
  • Carl-Schumann-Sportanlage (Osdorfer Straße 52) 
  • Hildburghauser Straße / Tirschenreuther Ring
  • Andréezeile / Ladiusstraße
  • Osdorfer Straße 16
  • S-Bahnhof Wannsee (Kronprinzessinnenweg 250)
  • OBI Heimwerkermarkt (Goerzallee 189)
  • S-Bahnhof Zehlendorf (Teltower Damm 35)
  • Feuerwache Wannsee (Kronprinzessinnenweg 20)
  • Johannes-Niemayer-Weg (Bernhard-Beyer-Straße)

18.34 Uhr: Stromnetz Berlin „zuversichtlich“ für Wiederversorgung in Lichterfelde

Derzeit laufen die Arbeiten der Stromnetz Berlin zur Wiederversorgung von Lichterfelde mit Strom. Man habe eine weitere Baugrube errichtet, in der nur noch die Kabel verbunden werden müssten, sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel. Er sei „zuversichtlich“, dass man die Prognose einhalten werde, den Ortsteil bis zum späten Samstagabend wieder mit Strom zu versorgen. „Unsere Kollegen arbeiten derzeit an allen Stellen, wo sie helfen können“, sagte der Sprecher.

03.01.2026, Berlin: Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr stehen vor einem Generator-Lichtmast an einer Katastrophenschutz-Kontraktstelle vor der Carl-Schuhmann-Sportanlage im Ortsteil Lichterfelde während des Stromausfalls.

© dpa/Carsten Koall

18.26 Uhr: Unheimliche Stimmung auf den Straßen – Polizei verstärkt Streifen

In den Wohngebieten in Nikolassee ist es unheimlich. Die meisten Fenster sind dunkel, nur ab und zu sind von Kerzen erleuchtete Räume zu sehen. Vor manchen Häusern parken Autos, die beladen werden. Menschen packen ihre Sachen, um andernorts unterzukommen. In Richtung Potsdam sind zahlreiche Rettungswagen unterwegs.

Zwei bislang hier verbliebene Frauen sagen, dass ihnen mulmig zumute sei. Das sei doch eine Einladung für Kriminelle – und niemand könne Hilfe rufen, weil das Mobilfunknetz noch immer nicht funktioniere. Bei den Villen in der Gegend funktionierten wohl auch die Alarmanlagen nicht mehr.

In der Sundgauerstraße verlässt ein Mann mit Taschenlampe und Gepäck ein Mehrfamilienhaus und belädt sein Auto. Ein paar Meter weiter werden die kleinen Zehlendorfer Straßen von Einfamilienhäusern gesäumt. Es ist still, nur ein Klopfen fällt auf. Durch den Stromausfall sind auch die Klingeln der Häuser ausgefallen. Ein Mann, der von einer Gassi-Runde kommt, muss so ganz altmodisch um Einlass bitten.

Die Polizei kündigte verstärkte Streifenfahrten in der Dunkelheit an. Man habe rund 300 Polizisten zusätzlich in dem Gebiet im Einsatz. Am Abend und in der Nacht werde man bestimmte Bereiche ausleuchten. Rat- oder hilfesuchende Menschen könnten sich auch an jeden Polizisten wenden, hieß es.

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18.23 Uhr: Erste Notunterkunft verfügbar

Die erste Notunterkunft im Stromausfall-Gebiet ist verfügbar – deutlich früher, als zunächst angekündigt. Im Cole-Sport-Center (Hüttenweg 43) gebe es nun einen Betreuungspunkt des Bezirks, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Weitere Notunterkünfte sollen folgen.

Zuvor hatte Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg (Grüne) angekündigt, die Unterkunft solle frühestens ab 19 Uhr zur Verfügung stehen. Vor Ort soll es Feldbetten für 200 bis 300 Personen, warme Getränke und etwas zu essen für die Betroffenen des Stromausfalls geben.

03.01.2026, Berlin: Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) lädt während des Stromausfalls im Südwesten Berlins in einer Notunterkunft Feldbetten ab.

© dpa/Sebastian Gollnow

17.59 Uhr: Weihnachtsbeleuchtung spendet vielerorts einziges Licht

Das einzige, was derzeit in vielen Zehlendorfer Wohnungen Licht spendet, sind Kerzen oder die übrig gebliebene Weihnachtsbeleuchtung. Diese wird oft mit Batterie betrieben. 

Lediglich Weihnachtsbeleuchtung spendet in diesem Mehrfamilienhaus ein wenig Licht.

© Julius Geiler

17.58 Uhr: Dunkelheit auf den Straßen in Berlins Südwesten

In Berlins Südwesten schneit es unaufhörlich. Inzwischen sind es unter Null Grad Celsius und der Schnee bleibt wieder auf den Straßen liegen. In Kombination mit der ausgefallenen Straßenbeleuchtung sorgt das für brandgefährliche Verhältnisse auf den Straßen. Es ist nur Schrittgeschwindigkeit möglich.

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17.58 Uhr: Feuerwehr versorgt „zahlreiche Notfälle“ im Gebiet ohne Strom

Die Feuerwehr versorgt derzeit „zahlreiche Notfälle“ im vom Stromausfall betroffenen Gebiet, wie ein Sprecher dem Tagesspiegel sagte. Man versorge unter anderem Patienten, die auf Beatmung angewiesen sind und verlege diese aus Einrichtungen ohne Strom, wenn nötig. Aufgrund der Einsätze könne es „immer wieder kurzfristige Straßensperrungen geben“, sagte der Sprecher. Derzeit seien 350 Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort.

17.48 Uhr: Schulen und Kitas bleiben wohl vorerst geschlossen

Kinder und Jugendliche, die in den vom Stromausfall betroffenen Gebieten zur Kita oder in die Schule gehen, werden aller Voraussicht nach nicht wie geplant am Montag aus den Ferien zurückkehren. Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg (Grüne) rechnet damit, dass die Einrichtungen geschlossen bleiben, bis sie wieder an das Stromnetz angeschlossen sind.

Konkrete Aussagen dazu konnte Schellenberg jedoch noch nicht treffen. „Wir wollten erstmal die Notversorgung aufrecht erhalten“, sagte sie dem Tagesspiegel am Samstag. Ohne Stromversorgung und Heizung mache die Öffnung von Schulen und Kitas aus ihrer Sicht aber keinen Sinn, erklärte Schellenberg.

17.45 Uhr: S-Bahn-Verkehr durch ausgefallenes Stellwerk gestört

Auch bei der Berliner S-Bahn macht sich der Stromausfall inzwischen stärker bemerkbar. Zunächst war der Verkehr nur durch ausgefallene Lichter unterbrochen, doch nun ist ein Stellwerk in Wannsee ausgefallen, wie das Verkehrsunternehmen mitteilte. Die bereits zuvor bestehende Störung der Linien S1 und S7 wird dadurch ausgeweitet. Die S1 verkehrt nicht zwischen Zehlendorf und Wannsee, die S7 nicht zwischen Westkreuz und Potsdam Hbf. Auch der Regionalverkehr ist betroffen und kann nicht zur Umfahrung genutzt werden.

17.28 Uhr: Erste Notunterkunft frühestens ab 19 Uhr verfügbar

Für Betroffene des Stromausfalls im Berliner Südwesten richtet das Deutsche Rote Kreuz in diesen Minuten eine erste Notunterkunft ein. Diese wird nach Angaben der Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg (Grüne) im Cole-Sport-Center (Hüttenweg 43) entstehen und frühestens ab 19 Uhr zur Verfügung stehen. In der Sporthalle würden Feldbetten errichtet, sodass 200 bis 300 Menschen dort übernachten können, sagte Schellenberg dem Tagesspiegel am Samstag. Auch warme Getränke und etwas zu essen werde es vor Ort für die Betroffenen des Stromausfalls geben.

Für die kommenden Tage werde geprüft, ob weitere Notunterkünfte und Anlaufpunkte geschaffen werden können. Die Carl-Schuhmann-Sporthalle an der Osdorfer Straße sei eine Option, liege aktuell aber selbst noch im vom Stromausfall betroffenen Bereich und könne daher nicht geheizt werden. „Gelingt es der Stromnetz Berlin, die Halle schneller wieder ans Netz zu bringen, könnte auch dort eine Notunterkunft entstehen“, erklärte Schellenberg.

17.16 Uhr: Lichterfelde soll am späten Samstagabend wieder Strom haben

Der Ortsteil Lichterfelde soll bis zum späten Samstagabend wieder mit Strom versorgt sein, teilt die Stromnetz Berlin mit. Für die Wiederversorgung aller Kunden bleibt der Netzbetreiber bei seiner bisherigen Prognose – diese soll bis Donnerstagabend gewährleistet werden.

17.00 Uhr: Polizei prüft Bekennerschreiben

Dem für politische Straftaten zuständigen Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes liegt ein Bekennerschreiben vor. Die Ermittler prüfen nun die Authentizität des Schreibens, wie die Polizei mitteilt.

16.59 Uhr: Brücken markieren Grenzen der Stromversorgung

Die Grenze der Stromversorgung in Zehlendorf wird durch die S-Bahn-Trasse Sundgauer Straße markiert. Mitten auf der Brücke brennt die letzte Laterne, dahinter ist es zappenduster. Keine Ampel funktioniert hier mehr.

Der Stromausfall ist auch auf der Glienicker Brücke zu merken, die zur Hälfte zu Potsdam und zur anderen Hälfte zu Berlin gehört: Die Berliner Seite, sonst durch Laternen beleuchtet, ist finster.

16.58 Uhr: Sperrung auf der Berliner Straße

Die Berliner Straße/B1 stadtauswärts in Zehlendorf ist gesperrt. Hier sammeln sich Krankentransporte und Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks (THW).

Fahrzeuge der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks sammeln sich auf der Berliner Straße.

© Julius Geiler

16.57 Uhr: Kriminalpolizei ermittelt am Tatort

Nach der mutmaßlichen Brandstiftung an wichtigen Starkstromkabeln im Südwesten Berlins und einem großen Stromausfall ermittelt die Kriminalpolizei intensiv am Tatort. Kriminaltechniker untersuchten das Häuschen, zu dem eine Kabelbrücke mit Stromleitungen vom Kraftwerk Lichterfelde auf der anderen Seites des Teltowkanals führen, und das mutmaßlich angezündet wurde.

Auch eine Drohne war im Einsatz, um aus der Luft Fotos des Tatorts und der Umgebung zu machen, wie ein Sprecher sagte. Ob die Untersuchungen am Ort bis in den Abend dauern sollten und entsprechend alles ausgeleuchtet werden muss, stand zunächst noch nicht fest.

Ob es Verdachtsmomente zu einer politisch motivierten Tat von Extremisten gebe, war zunächst noch nicht bekannt. Davon hänge ab, ob das Landeskriminalamt (LKA) und der dort angesiedelte und zuständige Staatsschutz die Ermittlungen übernehme, sagte der Sprecher. 

16.55 Uhr: Bezirk richtet Notunterkünfte ein

Wegen des Stromausfalls und des kalten Wetters wollen der Bezirk Steglitz-Zehlendorf und die Hilfsorganisationen Notunterkünfte für betroffene Menschen einrichten. Turnhallen oder andere passende Gebäude sollen bis zum Abend bereitgestellt und eingerichtet werden, hieß es von der Feuerwehr. Die Anzahl und die genauen Orte stünden noch nicht fest. 

In vielen Häusern und Wohnungen laufen wegen des fehlenden Stroms die Heizungen nicht. Auch warmes Wasser fehlt zum Teil. Kühlschränke und Tiefkühltruhen fallen ebenso aus wie Herde.

16.50 Uhr: Wegner: Unterstützen „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“

Nun äußert sich auch Berlins Regierender Bürgermeister zum Stromausfall: Dieser stelle für Betroffene „eine enorme Belastung“ dar, teilte Kai Wegner mit. Der Senat setze alles daran, die Energieversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen.

„Insbesondere die Bedarfe von älteren Menschen, von Familien mit kleinen Kindern sowie Personen, die auf elektrische Geräte angewiesen sind, müssen jetzt schnellstmöglich erkannt und gelöst werden“, teilte Wegner mit. Einsatzkräfte seien unterwegs, um die vulnerabelsten Personen zu identifizieren.

Die Verwaltungen arbeiten demnach eng im Krisenstab zusammen. Wegner dankte den Einsatzkräften und Freiwilligen für ihre Arbeit.

Der Schutz kritischer Infrastruktur habe für den Senat oberste Priorität. Man unterstütze die laufenden Arbeiten und die Ermittlungen zur Brandursache „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“, teilte Wegner mit.

16.46 Uhr: Feuerwehreinsatz in Seniorenheim

Die Feuerwehr ist aktuell in einem Seniorenwohnheim am Lichterfelder Ring im Einsatz. Auch hier gibt es, wie in der gesamten Siedlung, seit den Morgenstunden keinen Strom. Die Fenster sind dunkel. Erst an der Hildburghauser Straße brennen wieder Laternen. Hier ist offenbar Strom vorhanden.

Rettungswagen stehen vor einem Seniorenwohnheim am Lichterfelder Ring.

© Julius Geiler

16.41 Uhr: Mehrere Halte der S-Bahn entfallen

Zunächst wurde der Verkehr der S-Bahn nicht vom Stromausfall gestört, doch gegen Abend kommt es zu Unterbrechungen. Denn: Es gibt kein Licht an den betroffenen Bahnhöfen. Man arbeite derzeit an einer behelfsmäßigen Lösung, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn dem Tagesspiegel. Noch sei jedoch nicht klar, ob die Beleuchtung ausreichen wird.

Auf der Linie S1 entfallen mehrere Halte, zwischen Wannsee und Zehlendorf verkehrt ein Ersatzverkehr mit Bussen. Auf der Linie S7 fährt zwischen den Stationen Wannsee und Nikolassee nur ein Ersatzverkehr. Der Verkehr der S25 und S26 ist ebenfalls gestört, hier fährt ein Ersatzverkehr zwischen Lichterfelde Ost und Osdorfer Straße. Die Haltestellen der Busse sind auf der Störungsseite der Berliner S-Bahn einsehbar.

16.15 Uhr: Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

Die Berliner Polizei bittet um Hinweise von Personen, die Informationen zu den Kabelbränden liefern können oder am frühen Morgen auffällige Beobachtungen im Bereich der Bremer Straße gemacht haben. Hinweisgeber können sich telefonisch unter (030) 4664-952101 melden, wie die Behörde auf X mitteilte.

16.04 Uhr: Wasserversorgung weitestgehend uneingeschränkt

Die Wasserversorgung durch die Berliner Wasserwerke laufe einwandfrei, sagte Sprecher Stephan Natz dem Tagesspiegel. Notstromaggregate in sämtlichen Wasserwerken werden demnach im Falle eines Blackouts automatisch aktiviert und gewährleisten eine Versorgung für bis zu 36 Stunden. Lediglich einige Pumpwerke in Zehlendorf sind ausgefallen – da es sich um elf der insgesamt 170 Pumpwerke in Berlin handelt, wird die Versorgung dadurch nicht gestört. Derzeit transportiere man mobile Notstromaggregate zu den betroffenen Pumpwerken, sagte Natz.

In besonders hohen Gebäuden kann es dennoch Ausfälle geben. Der Versorgungsdruck der Wasserwerke reiche bis zu einer Höhe von 22 Metern – darüber hinaus müssten selbst verbaute Pumpen den Wasserdruck gewährleisten, sagte Natz. Diese laufen demnach mit Elektrizität und können ausfallen, worauf die Wasserwerke keinen Einfluss haben. In der vom Stromausfall betroffenen Thermometersiedlung gibt es einige Gebäude, die höher als 22 Meter sind und somit Probleme mit der Wasserversorgung haben können. Je weiter die Höhe eines Stockwerks über der Grenze von 22 Metern liegt, desto niedriger der Wasserdruck – bis hin zu vollständigen Ausfällen.

15.50 Uhr: Polizei bezieht Stellung an Kreuzungen

Mittlerweile hat die Polizei damit begonnen, an verschiedenen Kreuzungen Stellung zu beziehen und Präsenz zu zeigen. Anwohner können sich hier informieren und erhalten Hilfe. Insbesondere in der Thermomethersiedlung könnte ein lang anhaltender Stromausfall für weitere Probleme sorgen. In den teilweise zehngeschossigen Häusern wohnen viele ältere Menschen in den oberen Etagen. Die Fahrstühle funktionieren nicht. Vereinzelt sei bereits die Feuerwehr zum Einsatz gekommen, um Hilfsbedürftige zu unterstützen.

15.47 Uhr: Viele Anwohner ohne Informationen

„Ich würde gerade alles für einen warmen Kaffee geben“, sagt eine Bewohnerin der Siedlung. Mit einer Freundin und ihren Kindern harren sie unten vor einem der Wohnblocks aus. Die Söhne haben gute Laune und bauen einen Schneemann nach dem anderen. Und die Mütter? „Ach, wir machen das Beste draus“, sagt eine der beiden, „nur die Wohnung wird immer kälter“. Wie auch andere Anwohner fragen sie den Tagesspiegel-Reporter nach Informationen. Es gibt keinen Handy-Empfang und keine Internetverbindung. Die wenigsten hier haben in den vergangenen Stunden Neuigkeiten erfahren.

15.45 Uhr: Leergefegter Supermarktparkplatz

Ein Supermarktparkplatz am S-Bahnhof Osdorfer Straße ist wie leergefegt. An einem normalen Sonnabend wäre der Wochenendeinkauf hier im vollen Gange, doch ALDI, Getränke-Hoffmann und auch McDonald’s sind seit den frühen Morgenstunden geschlossen. Immer wieder bleiben Menschen vor den geschlossenen Türen ungläubig stehen. Abhilfe schafft ein Discounter-Markt etwas weiter nördlich am Ostpreußendamm. Hier hat „Action“ Strom und geöffnet.

Ein leergefegter Supermarktparkplatz am S-Bahnhof Osdorfer Straße.

© Julius Geiler

15.35 Uhr: Folgen ähnlich wie beim Brandanschlag in Johannisthal

Der Brand habe „schwerwiegende Schäden“ hinterlassen, sagte ein Sprecher der Stromnetz Berlin. „Genau wie beim Brandanschlag in Johannisthal sind die Folgen ähnlich.“ Derzeit werde ein Provisorium erstellt, zwei Leitungen sollen miteinander verbunden werden, damit die Menschen im betroffenen Bereich wieder Strom haben. Das sei technisch aufwendig, da die Leitungen mit unterschiedlicher Technik bedient werden. Auch eine externe Spezialfirma sei beauftragt worden.

Nebenbei werden die eigentlichen Kabel repariert. „Das ist sehr komplex, weil für die Montage eine sehr große Grube ausgehoben werden muss“, sagte der Sprecher. Mehrere hundert Meter Kabel müssen demnach neu verlegt werden.

15.07 Uhr: Wirtschaftssenatorin Giffey besorgt: „Wer kann, sollte zu Freunden oder Familienangehörigen.“

Ein Polizeibeamter steht an der Brandstelle am Teltowkanal. Nach dem Brand einer Kabelbrücke ist im Südwesten Berlins für 50.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe der Strom ausgefallen.

© dpa/Michael Ukas

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hat sich besorgt gezeigt. Das Ausmaß des Stromausfalls sei „größer, als bei dem Stromausfall in Adlershof im September 2025“. Die Stromnetz Berlin arbeite mit Hochdruck daran, die Stromversorgung im Berliner Südwesten schnellstmöglich wiederherzustellen, sagte eine Sprecherin der Wirtschaftsverwaltung. „Bis heute Abend und Nacht werden voraussichtlich 10.000 Haushalte im Bereich Lichterfelde wieder mit Strom versorgt sein“, sagte sie. „Für die anderen 35.000 betroffenen Anschlüsse müssen wir davon ausgehen, dass die Reparaturarbeiten bis zum Donnerstagnachmittag, den 8. Januar 2026, andauern werden.“ Durch den Stromausfall sei auch die Fernwärmeversorgung beeinträchtigt.

„Wir haben es mit einem besonders schwerwiegenden Stromausfall zu tun, der zehntausende Haushalte und Betriebe, darunter auch Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, eine Vielzahl an sozialen Einrichtungen und Unternehmen betrifft“, sagte Giffey.. „Die Reparaturarbeiten sind anspruchsvoll und werden durch die Witterung und den Bodenfrost zusätzlich erschwert.“ Alle Krisenstäbe seien eingesetzt und arbeiteten eng zusammen. Wichtig sei es jetzt, alle Maßnahmen einzuleiten, die schnell zu einer besseren Lage führen, und die umfassende Information der Bevölkerung sicherzustellen. „Wer kann, sollte bei Freunden oder Familienangehörigen außerhalb der betroffenen Gebiete unterkommen.“

15.06 Uhr: Anwohner in unmittelbarer Nähe zum Brandort haben Strom

In unmittelbarer Nähe der abgebrannten Kabeltrasse rund um die Goerzallee in Lichterfelde haben die Anwohner Strom. Ein anderes Bild ergibt sich auf der anderen Seite des Teltowkanals. Diese Mutter ist mit ihren zwei Kindern zu Besuch bei den Berliner Großeltern. „Wären wir mal in Halle geblieben“, sagt sie dem Tagesspiegel. Den Tag verbringen sie bisher mit Schlittenfahren. Ein zunehmendes Problem seien jedoch die Kälte in der Wohnung ihrer Eltern sowie das fehlende Wasser. Nach ihren Angaben geht nicht einmal die Spülung der Toilette.

© Julius Geiler

14.52 Uhr: Vollständige Wiederversorgung aller Kunden erst bis kommenden Donnerstagnachmittag 

Die Reparatur der beschädigten Kabel wird länger dauern. Es gebe erhebliche Schäden, teilt die Stromnetz Berlin mit. Man arbeite am Aufbau eines Provisoriums. „Wir rechnen mit einer vollständigen Wiederversorgung aller Kundinnen und Kunden bis kommenden Donnerstagnachmittag“, erklärt das Unternehmen.

Zumindest für einige Betroffene soll es schneller gehen. „Im Bereich Lichterfelde arbeiten wir an der Wiederherstellung der Stromversorgung für rund 10.000 Haushalte im Laufe des späten Abends aus anderen Netzteilen“, teilte das Unternehmen mit.

Die Reparaturarbeiten erforderten umfangreichen Tiefbau und Kabelzug. Die Witterung erschwere die Arbeiten. Außerdem laufe noch die Spurensicherung der Polizei am Brandort.

14.50 Uhr: Lautsprecherfahrzeuge der Polizei sind unterwegs

Zwei Lautsprecherfahrzeuge der Berliner Polizei sind im betroffenen Gebiet unterwegs, um Anwohner zu informieren:

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14.49 Uhr: Berliner stürmen zum McDonald’s in Teltow

Betroffene berichten, dass der Betrieb im Krankenhaus Waldfriede an der Krummen Lanke normal laufe. Patienten hätten teils gar nichts mitbekommen vom Stromausfall.

Großen Ansturm gab es seit dem Morgen auf das McDonald’s in Teltow im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark – dort versorgen sich viele Berlinerinnen und Berliner mit Frühstück und Mittagessen.

14.34 Uhr: Verkehr der BVG und S-Bahn läuft ohne Einschränkungen

Der Stromausfall habe keinerlei Auswirkungen auf den Verkehr der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), hieß es aus der Leitstelle auf Tagesspiegel-Anfrage. Lediglich eine Funkzelle des Betriebsfunks ist demnach ausgefallen, die Störung wird jedoch durch andere Zellen im Umkreis ausgeglichen. Die Fahrgastinformationen und Automaten der BVG funktionieren ohne Einschränkungen, im Gegensatz zu denen der Berliner S-Bahn. Der S-Bahn-Verkehr läuft weiterhin ohne Störungen, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte.

14.22 Uhr: Berliner versorgen sich in Kleinmachnow

Bei Bäcker Exner am Rathausmarkt in Kleinmachnow gibt es am frühen Nachmittag kaum noch Ware. Lauter Zehlendorfer sitzen hier, wärmen sich auf. Eine Frau aus Schlachtensee holt mit ihrer Tochter Kaffee, füllt ihn in eine Thermoskanne für Oma und Opa. Alle reden vom Stromausfall. Wannsee, Grunewald, Schlachtensee noch betroffen, erzählen sich die Leute, Onkel-Tom-Straße wohl alles in Ordnung.

14.19 Uhr: Was geschah an der Kabelbrücke?

In diesem Häuschen kommen die Stromkabel vom Kraftwerk Lichterfelde auf der anderen Seite des Teltowkanals an.

© dpa/Michael Kappeler

Auch am frühen Nachmittag sichert die Polizei noch Spuren am Brandort am Teltowkanal. Soeben ist sie den Bereich lange mit einer Drohne abgeflogen, um sich ein Bild aus der Luft zu machen.

Der Blick richtet sich auf eine unscheinbare kleine Hütte mit Wellblechdach und einer rötlichen Tür direkt am Ufer des Teltowkanals. In diesem Häuschen kommen die Stromkabel der Kabelbrücke an, die die Energie vom Kraftwerk Lichterfelde auf der anderen Seite des Kanals liefern.

Noch sei unklar, ob sich möglicherweise jemand Zugang zum Häuschen verschafft und Feuer gelegt habe oder ob sich jemand auf der anderen Uferseite an der Kabelbrücke zu schaffen gemacht habe, sagt ein Polizeisprecher.

Auf einer Hütte daneben ist ein Graffito gegen den früheren Bundeswirtschaftsminister der Grünen zu sehen: „Habeck, du Schwachkopf“. Das stehe schon länger dort, versichert eine Anwohnerin. Viele ältere Leute gehen hier mit ihren Hunden Gassi, das Stromhäuschen liegt in einer Kleingartenanlage.

Der Uferweg selbst sei schon seit Monaten für Bauarbeiten gesperrt, sagt ein Anwohner. Aber ein Teil des Bauzauns sei kürzlich niedergerissen worden – oder umgefallen. So richtig weiß das niemand. Die Polizei hat ihn am Morgen jedenfalls so schon vorgefunden. An das Häuschen lässt sie niemanden ran, alles ist weiträumig abgesperrt.

13.40 Uhr: Autos stecken in der Tiefgarage, Bewohner sitzen im Dunkeln

Betroffene berichten dem Tagesspiegel von ganz praktischen Problemen, die durch den Stromausfall verursacht werden: Die Heizung geht nicht, viele sitzen im Dunkeln, weil die Rollläden nur elektrisch zu öffnen sind, Alarmanlagen sind aus, Autos kommen nicht aus Tiefgaragen, weil die Tore zu sind. Einige ziehen zu Freunden oder Bekannten um. Eine Frau berichtet, dass sie den Gartengrill benutzt, um Wasser für Kaffee aufzuwärmen oder zu kochen.

13.34 Uhr: Feuerwehr richtet drei Notrufannahmepunkte ein

Die Berliner Feuerwehr wird drei Notrufannahmepunkte einrichten, teilte die Feuerwehr dem Tagesspiegel mit. Dort wird es möglich sein, Notrufe abzusetzen, Hilfe und Informationen zu bekommen. Bei diesen Stellen wird vorerst keine Versorgung oder Betreuung darüber hinaus möglich sein.

13.27 Uhr: Bis zu vier Krankenhäuser von Stromausfall betroffen

Tagesspiegel-Informationen zufolge sind von dem Stromausfall bis zu vier Krankenhäuser betroffen, darunter das Helios Klinikum Emil von Behring mit seinen über 500 Betten. Das Haus sei an die Notstromversorgung gegangen, hieß es am Samstagmittag. Ebenfalls per Notstrom versorgt werden dem Vernehmen nach das Krankenhaus Waldfriede, das Immanuel-Krankenhaus in Wannsee sowie das evangelische Krankenhaus Hubertus. Dort heißt es in einer entsprechenden Meldung auf der Homepage: „Wir bitten Sie, von Besuchen abzusehen.“

Das Benjamin-Franklin-Krankenhaus, ein Standort der Universitätsklinik Charité, ist nicht von dem Stromausfall im Südwesten Berlins betroffen.

13.13 Uhr: 47.000 Haushalte laut Vodafone betroffen

Der Mobilfunkanbieter Vodafone teilte auf Anfrage des Tagesspiegels mit, dass 47.000 Haushalte vom Stromausfall betroffen sind. Weder Kabel noch Internet und Fernsehen würden in den Wohnungen funktionieren, letztere könnten ohne Strom ohnehin nicht genutzt werden. Nach Angaben eines Sprechers sorgt Vodafone gerade für einen Stromgenerator für seine Betriebsstation.

Beim Mobilfunk gibt es laut dem Sprecher eine Grundversorgung, die gewährleistet sei, auch wenn nicht alle Mobilfunkmasten in Betrieb seien. Dazu seien die Mobilfunkanbieter auch verpflichtet.

Auch der Sprecher der Stromnetz Berlin teilte mit, dass Mobilfunkanbieter erfahrungsgemäß auf ihren Strommasten kleine Batterien haben, die für eine gewisse Zeit bei Stromausfällen in den Gebieten weiter betrieben werden. Diese haben allerdings nur eine gewisse Kapazität.

13.12 Uhr: Kleinmachnower nicht betroffen, Berliner kaufen in Brandenburg ein

Anwohner aus Kleinmachnow, auf der südlichen Seite der Landesgrenze in Brandenburg gelegen, berichten, dass sie beim morgendlichen Einkauf auf dem Supermarkt-Parkplatz schon vermehrt Autos aus Berlin gesehen haben. Auch Strom und Handyempfang funktionierten hier ohne Beeinträchtigungen.

13.08 Uhr: Stromausfall trifft auch S-Bahn Berlin

Von dem Stromausfall sind auch die Bahnhöfe Mexikoplatz bis Wannsee und Lichterfelde Süd bis Lichterfelde Ost betroffen. „Hier gibt es keine Fahrgastinformationen, Automaten und Entwerter funktionieren nicht“, teilte die S-Bahn Berlin auf X mit. Die S-Bahnen fahren jedoch.

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13.06 Uhr: Senat koordiniert Hilfen

Nun hat sich auch der Senat in die Hilfsmaßnahmen eingeschaltet. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) lasse sich seit dem Morgen fortwährend über den Sachstand und die Lage informieren, sagte eine Sprecherin. Die Feuerwehr stimme sich derzeit mit dem Bezirk und den Hilfsorganisationen über den Aufbau von sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürmen ab, also Anlauf- und Informationsstellen für die Bevölkerung. Die Polizei prüfe, ob Katastrophenschutz-Informationspunkte notwendig seien.

Die Senatsinnenverwaltung koordiniere die notwendigen Maßnahmen von Polizei und Feuerwehr. Außerdem stehe Spranger mit den zuständigen Fachressorts und den Senatorinnen für Gesundheit und Wirtschaft sowie mit der Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf in ständigem Kontakt. Die beiden Senatsverwaltungen für Wirtschaft und Gesundheit sind zugleich eigenständige Katastrophenschutzbehörden für ihre jeweiligen Bereiche.

12.55 Uhr: Zeitpunkt für Wiederversorgung derzeit noch nicht bekannt

Zunächst hieß es von der Stromnetz Berlin, dass die Störung bis 18.30 Uhr behoben werden sollte. „Das können Sie vergessen“, sagte der Sprecher des Unternehmens am frühen Nachmittag. „Wir reden jetzt erstmal von einer vollständigen Notfallversorgung.“ Es gebe bereits kleinere Lösungen mit Tiefbau, um einzelne Kunden zu versorgen. Im Fokus stehe derzeit, alle Kunden wieder an den Strom anzubinden.

„Wir werden alles dafür tun, dass es so schnell wie möglich Strom gibt, aber der Winter macht es nicht einfacher“, sagte der Sprecher. „Es ist eine sehr gute Idee, wenn man Möglichkeiten findet, für das Wochenende andersweitig unterzukommen.“

In dem betroffenen Gebiet befinden sich neben drei Krankenhäusern auch mehrere Pflegeeinrichtungen. Die Krankenhäuser seien von der Stromnetz Berlin informiert worden, sie haben entsprechende Notfallpläne. „Das funktioniert in Berlin ganz gut“, so der Sprecher. Für die Versorgung mit Notstrom sollen die Bezirke um Hilfe gebeten werden.

12.53 Uhr: Feuerwerk, THW und Katastrophenschutz des Bezirks kümmern sich um Notstrom

Wie Henrik Beuster, Sprecher der Stromnetz Berlin, dem Tagesspiegel mitteilte, kümmern sich derzeit das THW, der Katastrophenschutz des Bezirks sowie die Feuerwehr um die Versorgung der Betroffenen mit Notstrom. „Unser Unternehmen hat auch eigene Notstromaggregate, die allerdings nicht für den Haushalt geeignet sind.“ Dabei handele es sich um große Aggregate, die für den Eigenbedarf in Umschaltwerken verwendet werden. „Man braucht Strom um Strom zu transportieren“, sagte der Sprecher.

12.39 Uhr: Bezirksamt prüft Einrichtung von Notunterkünften

Nach dem großflächigen Stromausfall erwägt das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf die Einrichtung von Notunterkünften. „Wir versuchen zu schauen, ob wir Seniorenfreizeiteinrichtungen, Jugendclubs oder auch Turnhallen aktivieren können, um den Menschen Anlaufstellen zu bieten“, erklärte Maren Schellenberg (Grüne), Bürgermeisterin des Bezirks, dem Tagesspiegel am Samstag.

Der Bezirk bereite sich „theoretisch darauf vor“, Menschen für die anstehende Nacht Schlafplätze zur Verfügung zu stellen, erklärte Schellenberg weiter. Aktuell tage der Krisenstab des Bezirks zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und anderen Hilfsorganisationen und berate über mögliche Maßnahmen, sollte der Stromausfall über den Abend hinaus andauern. „Das Wichtigste ist, dass die Menschen über Nacht vernünftig untergebracht werden“, sagte Schellenberg.

12.15 Uhr: Etliche Menschen sitzen wahrscheinlich im Kalten

Mehrere Zentimeter Neuschnee hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für das Wochenende angekündigt, bei Temperaturen von maximal 0 bis 2 Grad. Da auch Heizungen meist nur mit Strom funktionierten – zum Beispiel für Pumpen oder Regler –, sei es sehr wahrscheinlich, dass auch Menschen im Kalten säßen, sagte der Sprecher der Stromnetz Berlin, Henrik Beuster, der dpa. Teams von Stromnetz Berlin seien dabei, die Versorgung so schnell wie möglich wieder herzustellen. Wann es so weit sei, könne er aber noch nicht sagen.

© dpa/Wolfram Steinberg

12.12 Uhr: Zunächst hilft noch ein Winterspaziergang

Glücklich ist, wer diese Notlage gelassen nehmen kann.

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12.09 Uhr: Edeka-Supermarkt geschlossen

„Aufgrund von Stromausfall geschlossen“ steht notdürftig auf einem braunen Pappschild vor diesem Edeka-Supermarkt in der Sundgauer Straße in Zehlendorf – während Schneefall den Ort ebenfalls im Griff hat.

© dpa/Michael Kappeler

11.42 Uhr: Polizei informiert Anwohnende über Lautsprecher

Bürgerinnen und Bürger im betroffenen Gebiet werden nun mit Lautsprecherfahrzeugen der Polizei informiert, heißt es in einem Post der Behörde auf X. „Aufgrund des Stromausfall​s kann es auch zu Heizungsausfällen kommen. Prüfen Sie daher, ob Sie die Möglichkeit haben, bei Freunden oder Verwandten unterzukommen.“

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Weiterhin weist die Polizei darauf hin, Handys sparsam zu nutzen und für die Abendstunden Taschenlampen oder batteriebetriebene Leuchten bereit zu halten.

© dpa/Michael Ukas

11.35 Uhr: Das sind die betroffenen Gebiete

Die Stromnetz Berlin hat auf der Webseite eine Karte mit den vom Stromausfall betroffenen Gebieten veröffentlicht. Die unterschiedlichen Farben sind laut dem Unternehmen technisch bedingt.

© Stromnetz Berlin

10.30 Uhr: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen betroffen

„Viele Kräfte sind im Einsatz. Wir sind voll im Einsatz und müssen viele Stellen kontrollieren, hauptsächlich in Einrichtungen mit Pflegebedürftigen und Patienten“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem Tagesspiegel. „Wir haben die Herausforderung, dass wir an unterschiedlichen Stellen unterstützen müssen.“

Wie viele Pflegeheime und Krankenhäuser aktuell betroffen sind, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Sprecher bestätigte jedoch, dass einige Patientinnen und Patienten schon verlegt werden mussten in Einrichtungen, die vom Stromausfall nicht betroffen sind. „Schulen sind heute zum Glück nicht betroffen“, sagte der Sprecher.

Die betroffene Bevölkerung soll so gut wie möglich unterstützt werden. Derzeit werde daher gemeinsam mit Polizei und den Bezirken geplant, wie Bürgerinnen und Bürger in dem Bereich versorgt werden können. Zahlreiche Kräfte der Feuerwehr sind zusätzlich im Dienst. Am Vormittag ging auch ein Alarm an die Freiwilligen Feuerwehren raus.

Auf der Webseite hat die Feuerwehr eine Notfallseite eingerichtet mit aktuellen Informationen. Da in dem Bereich auch das Mobilfunknetz betroffen ist, kann es sein, dass der Notruf nicht funktioniert. Der Sprecher wies darauf hin: „Bitte halten Sie die Leitungen beim Notruf der Feuerwehr für akute Notfälle frei, nicht weil man sein Handy nicht laden kann.“

Die Feuerwehr weist außerdem darauf hin:

  1. Fragen Sie auch Ihre Nachbarn, ob diese Hilfe benötigen.
  2. Vorsicht beim Umgang mit Kerzen – lassen Sie diese nicht unbeaufsichtigt. Lieber Taschenlampen als Kerzen benutzen!
  3. Sollte Ihr Telefonnetz betroffen sein, erhalten Sie in einem Notfall Hilfe bei Ihrer nächstgelegenen Feuerwache oder Polizeidienststelle. Es besteht auch die Möglichkeit, über die Öffentlichen Verkehrsmittel einen Notruf abzusetzen.
  4. Bitte prüfen Sie, ob Sie hilfsbedürftige Angehörige im betroffenen Gebiet haben, und nehmen Sie Kontakt zu diesen auf. Prüfen Sie ebenfalls, ob Unterstützung benötigt wird.

10.12 Uhr: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Kurz vor 10 Uhr teilte die Polizei auf X mit, dass ein Zeuge gegen 6.45 Uhr die Behörde zu einem Brand in Lichterfelde alarmierte. Dort sollen mehrere Kabel der Kabelbrücke gebrannt haben. Die Berliner Feuerwehr löschte den Brand an der Bremer Straße Ecke Görtzallee den Angaben zufolge. Die Kriminalpolizei sei vor Ort und ermittle wegen des Verdachts der Brandstiftung. Rund 160 Einsatzkräfte sind in den betroffenen Ortsteilen unterwegs.

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10.09 Uhr: Ähnliche Dimension wie im September

Von der Dimension ist der Stromausfall nach den Worten des Unternehmenssprechers vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins. Auch dort sprach der Betreiber Stromnetz Berlin von zunächst 50.000 Kunden. Der Stromausfall zog sich über Tage hin. Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten. Diesmal gab es von der Polizei zunächst keine Informationen über mögliche Ursachen. Einsatzkräfte seien vor Ort. (mit dpa)

10 Uhr: Im Südwesten Berlins bleibt es dunkel

Autos fahren im Dunkeln. Nach dem Stromausfall blieb die Osdorfer Straße in Lichterfelde ohne Beleuchtung. 

© dpa/Michael Ukas

08.15 Uhr: Ausfälle der Mobilfunknetze möglich

Die Polizei warnte auf X: „Durch den Stromausfall können auch Mobilfunk- und Festnetzverbindungen beeinträchtigt sein.“ Einsatzkräfte sind den Angaben zufolge in den betroffenen Bereichen präsent und ansprechbar. Auch die Berliner Feuerwehr weist auf der Webseite darauf hin, dass es derzeit zu Einschränkungen beim Notruf kommen kann. (mit dpa)

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