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Bauarbeiten am Umspannwerk Argentinische Allee.

© IMAGO/Funke Foto Services/Maurizio Gambarini

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Anschlag auf das Berliner Stromnetz: Senat verschickt Entwarnungsmeldung – Stromversorgung wiederhergestellt

Stromversorgung nahezu vollständig wiederhergestellt + Wegner spielte Tennis während des Blackouts am Sonnabend + Alle Entwicklungen im Blog.

Am Mittwochabend werden nahezu alle Haushalte in Steglitz-Zehlendorf wieder mit Strom versorgt. Zuvor hatte der Wechsel von Notstromaggregaten auf die reguläre Versorgung noch bei einigen Haushalten Ausfälle verursacht.

Zehntausende Haushalte, dazu Supermärkte, Läden, Lokale und Unternehmen im Südwesten von Berlin waren seit Samstagmorgen ohne Strom. Betroffen von dem Stromausfall waren weite Teile von Steglitz-Zehlendorf. Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen waren im Großeinsatz.

Die Fakten im Überblick

  • Laut der Stromnetz Berlin werden „99,9 Prozent“ der Haushalte wieder mit Strom versorgt.
  • Die linksextremistische Vulkangruppe hat sich dazu bekannt, einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Kraftwerk Lichterfelde verübt zu haben.
  • Schulen bleiben weiterhin geschlossen; es wird eine Notbetreuung angeboten.
  • es gab mehrere Einbrüche und Einbruchsversuchen
  • eine Frau starb im betroffenen Gebiet aus bisher unbekannter Ursache

Wie geht es weiter? Was müssen Betroffene für die nächsten Tage wissen? In diesem Liveblog informieren wir über die Entwicklungen rund um den Stromausfall.

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Simon Röhricht
Senatsinnenverwaltung veröffentlicht Cell-Broadcast zur Entwarnung

Am Mittwochmorgen hatte der Berliner Senat mit einer Meldung über das staatliche Warnsystem Cell Broadcast für Verwunderung gesorgt – nun folgt die offizielle Entwarnung. „Die Warnung ist aufgehoben“, teilte die Senatsverwaltung für Inneres und Sport über das Warnsystem mit. Somit können Anwohner in Steglitz-Zehlendorf offenbar ihren gewohnten Stromverbrauch wiederaufnehmen. In der Meldung am Morgen hatte der Senat vor kurzzeitigen Stromunterbrechungen gewarnt und darum gebeten, einen starken Verbrauch zu vermeiden. 
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Simon Röhricht
Auch Mittelstraße wieder am Stromnetz

In der Mittelstraße ist inzwischen alles erleuchtet, sowohl Straßenlaternen als auch Wohnungen. Ein Tagesspiegel-Leser, der sich zuvor darüber beklagt hatte, dass die Straße noch immer ohne Strom ist, bestätigt, dass die Versorgung wiederhergestellt wurde. „Wir sind jetzt am Heizen", sagt er. (JuG)
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Simon Röhricht
Gesamte Mittelstraße in Zehlendorf noch ohne Strom

Entgegen der vorherigen Ankündigung der Stromnetz Berlin, dass lediglich „einzelne Häuser“ noch nicht zurück am Netz seien, ist die gesamte Mittelstraße in Zehlendorf ohne Strom.  Man „bibbere“ dort und sei „stromlos“, schreibt ein Tagesspiegel-Leser. Ein Sprecher der Stromnetz bestätigt, dass es derzeit in der gesamten Straße keinen Strom gebe. „Unsere Kollegen sind gerade auf dem Weg dorthin." Man rechne damit das Problem rasch lösen zu können, sagt der Sprecher dem Tagesspiegel.
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Simon Röhricht
„99,9 Prozent“ der Haushalte zurück am Stromnetz

Laut einem Sprecher der Stromnetz Berlin sind „99,9 Prozent“ der Haushalte in Steglitz-Zehlendorf zurück am Stromnetz. Es gebe noch „ganz, ganz wenige Fälle“, in denen Menschen ohne Strom sind, dabei handele es sich jedoch lediglich um einzelne Häuser. Zu diesen schicke man umgehend Monteure.

Auch aus der kleinen Berliner Enklave Albrechts-Teerofen jenseits des Teltowkanals kommt die Ankündigung, dass der Strom zurück ist: „Nach kurzem Blackout wurde Albrechts-Teerofen gerade wieder an das normale Stromnetz angeschlossen“, schreibt Leserin Katharina Morgenstern um 17.52 Uhr. In Albrechts Teerofen, ganz im Südwesten des Bezirks, stehen etwa 15 Häuser. 20 bis 30 Menschen leben dort, so die Leserin.

In den vom Brandanschlag betroffenen Gebieten könne es in den kommenden Tagen dennoch vereinzelt zu kurzzeitigen Unterbrechungen der Stromversorgung von maximal 30 Minuten kommen. „Das hat technische Gründe: Während des Stromausfalls sind provisorische Verschaltungen vorgenommen worden, die wir jetzt in Folge der großen Umschaltung auf die fertiggestellte Stromleitung umleiten – ähnlich wie beim Wechsel eines Steckers zu einer anderen Steckdose“, teilte die Stromnetz mit.

Zudem arbeite man weiterhin an einer zweiten provisorischen Stromleitung in der Argentinischen Allee. Diese soll laut Stromnetz Berlin zu Beginn kommender Woche fertiggestellt werden.

Am frühen Mittwochnachmittag war es entgegen Ankündigungen der Stromnetz Berlin und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), dass alle Haushalte wieder am Netz seien, noch vereinzelt zu Ausfällen gekommen. Grund dafür waren Komplikationen beim Wechsel von Notstromaggregatoren zurück ins reguläre Netz, wie ein Sprecher der Stromnetz sagte. (mit bob)
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Franziska von Werder
Author Franziska von Werder
Die Bundeswehr unterstützt Berlin im betroffenen Gebiet.
Die Bundeswehr unterstützt Berlin im betroffenen Gebiet.   Bild: Boris Buchholz
Notunterkunft im Rathaus Zehlendorf bleibt bis Sonnabend geöffnet
"Wir haben vorgesehen, bis Samstag zu öffnen, vielleicht auch länger", sagt Tim Richter, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Sozialstadtrat Steglitz-Zehlendorfs. Die Strukturen im Rathaus Zehlendorf seien aufgebaut und funktionierten, "die Leute kommen ja nicht in eine warme Wohnung", sagt der CDU-Stadtrat im Foyer des Rathauses dem Tagesspiegel. Außerdem würden zum Wochenende die Temperaturen fallen, wohnungslose Menschen seien eingeladen, sich im Rathaus zu wärmen und dort zu übernachten.

Auch sei er vorsichtig, ob das Stromnetz ohne Probleme wieder anspringt. "Wenn etwas passiert, haben wir hier das Angebot."

Während die Notunterkünfte in der Zinnowald-Schule, in Teltow und Kleinmachnow abgebaut würden, bleiben auch das Cole-Sports-Center am Hüttenweg und die Dreilinden-Schule vorerst geöffnet. "Wir entscheiden das alle zwei, drei Stunden lageabhängig", sagt Tim Richter.

Nach dem Ende des großflächigen Blackouts taucht neuer Handlungsbedarf auf. "Zum Beispiel die Frage, wie Bedürftige, die nicht mobil sind, aus den Unterkünften wieder zurück in ihre Wohnungen kommen." Auch wenn die Krise vorüber zu sein scheint, werde man die Folgen noch für Tage spüren können, meint er. "Den Normalfall werden wir erst wieder in den nächsten Wochen erreichen.

"Im Foyer des Rathauses, im Bürgersaal und den Fraktionszimmern sind am Mittwochnachmittag noch um die Hundert Menschen zu Gast. Vor dem Rathaus kocht die Bundeswehr Spaghetti mit vegetarischer Bolognese. Und auch im Haus stehen belegte Brote, Hühnereintopf und Snacks sowie Getränke bereit. Das Deutsche Rote Kreuz, so heißt es auf dem Gang, bereitet sich intern bereits darauf vor, die Notunterkunft im Rathaus Zehlendorf noch bis Montag am Laufen zu halten. Hier fühlt es sich nicht so an, als ob der große Stromausfall schon Geschichte sei. (Boris Buchholz)
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Simon Röhricht
Immer noch sind Teile Steglitz-Zehlendorfs ohne Strom

Leserinnen und Leser berichten dem Tagesspiegel, dass die Elektrizität bei weitem nicht überall in Steglitz-Zehlendorf wieder fließt. Eine Leserin aus der Mittelstraße berichtet von andauernder Stromlosigkeit, auch in Teilen von Wannsee und Nikolassee gebe es noch kein Licht. „Stromnetz hat mir gerade erläutert, dass das Technische Hilfswerk nach und nach Generatoren abbaut und erst danach wieder Strom kommt, es kann sogar noch bis morgen dauern“, so die Leserin. Sie bittet darum, dass der Tagesspiegel nicht vermeldet, das Stromproblem sei behoben: „Es ist sehr frustrierend, wenn man friert und solche Nachrichten liest.“ 

Ein Sprecher der Stromnetz Berlin bestätigte auf Tagesspiegel-Anfrage, dass der Wechsel ins reguläre Stromnetz zu Komplikationen bei Haushalten führen könne, die zuvor über Notstromgeneratoren versorgt wurden. Wie viele Haushalte derzeit genau ohne Strom sind, konnte er nicht beziffern – es handele sich um eine „überschaubare Anzahl". Die Notstromaggregate würden nach und nach zurückgebaut, „im Laufe des Nachmittags“ sollen alle Haushalte am Netz sein. „Wir wollen sicherstellen, dass in der Nacht niemand ohne Strom ist“, sagte der Sprecher. (mit bob)
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Simon Röhricht
Anwohner sind froh über Rückkehr zur Normalität

„Wir haben uns gefreut, dass das Warmwasser ging“, erzählt ein 86-Jähriger am Mexikoplatz. Zum Zähneputzen, Rasieren und Ähnlichem. „Ach, ist das schön.“ Die Heizung sei dann auch langsam wiedergekommen. Eigentlich hatte er seinen Koffer schon gepackt, um ins Hotel zu ziehen. „Dann hat sich meine Frau nochmal umgedreht: „Sag' mal, warum brennt denn unsere Lampe auf dem Balkon draußen?" Da war der Strom wieder da“, erzählt der Mann, der seit gestern wieder Strom hat.
Nach Meinung des 86-Jährigen war das Krisenmanagement in Ordnung. Die Polizei sei abends mit Scheinwerfern und Lautsprechern durch die Straßen gefahren. „Haben sie jut jemacht.“ Ob er sich nach der Erfahrung nun anders vorbereite auf Stromausfälle? Ja, antwortet der Mann. Er wisse noch nicht wie, aber sie würden darüber nachdenken. „Wir hoffen, dass es nicht nochmal passiert.“

Am Rohgarten in Berlin-Nikolassee zieht eine Mutter ihre Tochter mit dem Schlitten zur Kita. „Die letzten Tage waren anstrengend“, erzählt die 46-Jährige. Man habe ja nicht gewusst, wann die Normalität zurückkomme. In ihrer Wohnung sei es nur dunkel gewesen, Heizung und Warmwasser hätten funktioniert, daher sei sie sehr dankbar, denn andere habe es schlimmer getroffen. Die Familie habe sich mit Lichterketten und Kerzen beholfen, zusammengesessen und Spiele gespielt. (dpa)
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Simon Röhricht
„Wir haben Strom!“

Die Freude über die Wiederversorgung ist groß: „Wir haben Strom“, schreibt eine Anwohnerin aus Zehlendorf einer Tagesspiegel-Redakteurin. Sie müssten zwar alles aus dem Gefrierfach entsorgen, die Ampeln gingen noch nicht und sie dürften weder Wasserkocher noch Waschmaschine benutzen. Aber: „Licht, Wärme, WLAN", schreibt sie, gefolgt von einem feiernden Emoji. (mit cna)
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Franziska von Werder
Author Franziska von Werder

Bundesinnenministerium: Keine Spuren nach Russland


Die deutschen Sicherheitsbehörden haben nach Angaben des Bundesinnenministeriums keine Erkenntnisse über eine mögliche Drahtzieherschaft Russlands bei dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz. Eine Sprecherin des Ministeriums äußerte sich am Mittwoch zu Spekulationen, wonach sprachliche und orthografische Besonderheiten des nach der Tat veröffentlichten Bekennerschreibens darauf hindeuteten, dass der Text aus dem Russischen ins Deutsche übersetzt worden sein könnte.

„Erkenntnisse über eine mögliche russische Übersetzung liegen uns nicht vor“, stellte die Sprecherin klar. „Auch Erkenntnisse über eine sogenannte False-Flag-Aktion liegen uns ebenfalls nicht vor.“ Unter False-Flag-Aktionen – also Aktionen unter falscher Flagge - werden Taten verstanden, bei denen die Täter unter falscher Identität handeln, um bewusst falsche Fährten zu legen.

Das Bundesinnenministerium halte das Bekennerschreiben einer linksextremistischen sogenannten Vulkangruppe für authentisch, sagte die Sprecherin. Die Täter „ordnen wir dem linksextremistischen Spektrum zu“, sagte sie.

Regierungssprecher Stefan Kornelius wies Kritik daran zurück, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sich nicht persönlich zu der Tat geäußert habe und die vom Stromausfall Betroffenen nicht besucht habe. „Nicht jede Situation in der Republik erfordert, dass der Kanzler dann auch öffentlich sichtbar wird“, sagte Kornelius.

Die Bundesregierung habe die Berliner Behörden aber tatkräftig unterstützt, und dies habe „auch unter der Steuerung des Bundeskanzlers stattgefunden“, sagte der Sprecher weiter. „Die Tatsache, dass heute der Strom bereits wiederhergestellt wurde – und dass das Ganze nun doch schon deutlich schneller ging - mag auch ein Stück weit auf die Unterstützung der Bundesregierung zurückzuführen sein.“ (AFP)

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Simon Röhricht
Schulpflicht gilt für wiedereröffnete Schulen

Neun öffentliche Schulen und fünf freie Schulen sind im Stromausfall-Gebiet geschlossen und bleiben es voraussichtlich bis Ende der Woche. Gilt für Schulen wie die Süd-Grundschule und die Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule, die zu Beginn der Woche geschlossen waren, aber den Betrieb schon wieder aufnehmen konnten, die Schulbesuchspflicht? Ja, bestätigt ein Sprecher der Bildungsverwaltung auf Anfrage. 
Für Familien, die ihre Kinder in anderen Bezirken oder außerhalb Berlins untergebracht haben und bis morgen vielleicht noch nicht wieder zurückgekehrt sind, würden die Schulen „aber sicherlich pragmatische Lösungen finden“. Es habe auch die Möglichkeit gegeben, dass Kinder und Jugendliche „in anderen Bezirken als Gastschüler/innen angemeldet werden konnten“, betonte der Sprecher. (mrg)
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Simon Röhricht
Auch einige Kitas bleiben wohl noch geschlossen

Analog zu den Schulen werden laut Kitaaufsicht voraussichtlich auch nicht alle Kindertagesstätten im Stromausfall-Gebiet ab Donnerstag öffnen. Es würden „aktuell die notwendigen technischen und sicherheitsrelevanten Prüfungen vorgenommen, um nach dem Stromausfall sicherzustellen, dass alle Systeme ordnungsgemäß funktionieren und die erforderlichen Raumtemperaturen wieder erreicht sind”, teilte eine Sprecherin dem Tagesspiegel mit. 

Die Einrichtungen informierten die Eltern eigenständig über die Betreuungssituation. „Sollte eine Einrichtung morgen noch nicht wieder öffnen können, wird – wie in den vergangenen drei Tagen – weiterhin eine Notbetreuung angeboten”, in der Regel durch den jeweiligen Träger. Sollte dies nicht möglich sein, können sich Eltern weiterhin per E-Mail an die Kita-Aufsicht wenden: KitaAufsicht@senbjf.berlin.de. (mrg)
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Franziska von Werder
Author Franziska von Werder
Alle Haushalte wieder mit Strom versorgt

Nach dem großflächigen Stromausfall im Berliner Südwesten sind nun wieder alle Haushalte, Geschäfte und Betriebe mit Energie versorgt. 

Seit 14.10 Uhr gebe es wieder eine Vollversorgung, sagte die für Energie zuständige Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) in der Pressekonferenz im Roten Rathaus. Am Vormittag gegen 11.00 Uhr war die Versorgung mit Strom im Südwesten der Stadt wieder nach und nach angelaufen. (dpa)
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Simon Röhricht
Wenige Meter entscheiden über Stromversorgung

In Zehlendorf-Süd hält der Stromausfall an. Noch immer gibt es hier Haushalte ohne Strom. Ein junger Mann, der anonym bleiben möchte, ist frustriert. „Meine Wärmepumpe ist eingefroren. Die muss ausgetauscht werden.“ In seinem Haus herrschten derzeit frostige 8 Grad – trotz vier laufender Generatoren. Über Nacht kühle das Haus stark ab, erklärt er. „Ich hoffe inständig, dass wir heute Abend wieder heizen können.“
„In der Nummer 81 ist Strom, in der 89 nicht“, sagt Sierleja in der Neuruppiner Straße im Süden Zehlendorfs. Er hatte heute Vormittag um 11:30 Uhr für 10 Sekunden Strom, danach sei alles wieder zusammengebrochen. „Ich habe beim Stromnetz Berlin angerufen. Dort sagte man mir, dass es vielleicht sogar bis morgen dauern könnte, bis der Strom wieder da ist“, erklärt er. Bis dahin hält er sich mit einem Notstromaggregat warm. „Zumindest halbwegs“, sagt er. (cpa)
Sierleja wohnt in der Neuruppiner Straße im Süden Zehlendorfs. Er wartet noch immer auf Strom.
Sierleja wohnt in der Neuruppiner Straße im Süden Zehlendorfs. Er wartet noch immer auf Strom.   Bild: Christoph Papenhausen
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Franziska von Werder
Author Franziska von Werder
83-Jährige während Stromausfalls verstorben

Während der Senatspressekonferenz teilte Polizeivizepräsident Marco Langner mit, dass eine Seniorin während des Stromausfalls verstorben ist. „Die 83-jährige Dame wurde von einem Angehörigen noch lebend in der Wohnung vorgefunden“, sagte er. Im Rettungswagen sei ein Reanimationsversuch jedoch erfolglos geblieben.

Es handele sich um den einzigen Todesfall im vom Stromausfall betroffenen Gebiet, von dem die Polizei bislang Kenntnis habe. Zu der Todesursache äußerte er sich nicht. Auf Nachfrage des Tagesspiegel sagte er, dass bisher nicht festgestellt werden konnte, ob ein Sturz oder der Gesundheitszustand der Seniorin zum Tode geführt habe. Es sei eine Obduktion angeordnet worden, die Klarheit bringen soll. „Es ist für die Angehörigen ein sehr bedauerlicher Vorfall“, sagte Langner. 

Langner berichtete zudem von mehreren Einbrüchen und Einbruchsversuchen. Am Dienstagabend habe es zwei Einbrüche in Einfamilienhäuser gegeben. In einem Fall sei ein Schaden von rund 60.000 Euro entstanden.

Deutlich angestiegen seien außerdem die Einbruchsversuche. Da die Großschadenslage weiterhin andauert, bleiben die Einsatzkräfte vor Ort präsent. (mit cla)

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Franziska von Werder
Author Franziska von Werder

Giffey: "Der Fokus liegt jetzt auf der Heizversorgung"

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) nannte konkrete Zahlen: „Es sind noch 552 Haushalte und 42 Gewerbebetriebe, die derzeit nicht am Netz sind. Das ändert sich jetzt minütlich.“ Betroffen sei vor allem der Bereich Schlachtensee.

„Es ist noch nicht vorbei. Wir müssen die Wärmeversorgung wieder hochfahren, und dafür müssen entsprechende Einstellungen an den Heizungen vorgenommen werden.“ Das sei ein großes Thema für die kommenden Stunden. „Jetzt, wo der Strom wieder da ist, liegt der Fokus auf der Heizung.“

Betroffene sollten kontrollieren, ob es Schäden an ihren Heizungen gebe. „Wenn Sie merken, ihre Heizung funktioniert nicht, versuchen Sie nicht selbst daran rumzumachen, sondern rufen sie einen Installateurbetrieb.“ Mit der Innung sei besprochen, dass alle Betriebe aufgerufen sind, zu helfen. Auch die noch betroffenen 3000 Haushalte, die an die Fernwärme angeschlossen sind, würden nun „sukzessive ans Netz gebracht“, sagte Giffey. (mit cla)

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Franziska Apfel
Rückkehr der Hospizgäste verzögert sich
Im Diakonie Hospiz Wannsee, das zurzeit in der Fürstenstraße in Zehlendorf beheimatet ist, wartet das Team auf die Rückkehr der todkranken Bewohner. Sie waren in das Immanuel Krankenhaus evakuiert worden.

Doch die Rückkehr verzögert sich. Denn durch die Wiederinbetriebnahme des Stromnetzes musste der Fahrstuhl außer Betrieb genommen werden – und kann erst  sicher benutzt werden, wenn der Strom wieder verlässlich funktioniert.

Die Notarztwagen für den Transport der Schwerkranken waren für 12:30 Uhr bestellt. „Jetzt wird der erste Wagen um 14 Uhr im Immanuel-Krankenhaus in Wannsee losfahren“, sagt Hospiz-Geschäftsführer Walther Seiler dem Tagesspiegel. Der erste Hospiz-Gast wird in der Fürstenstraße nun um 14.15 Uhr erwartet.
(bob)
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