Gesundheit, Pflege, Frauen - welche Aufgaben stehen an?

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Rot-Rot-Grün in Berlin : Zehn Fragen, zehn Antworten zum Koalitionsvertrag

Gesundheit, Pflege, Frauen - welche Aufgaben stehen an?

Nüchterner Start. Kurz nach den Koalitionsverhandlungen sind im Gesundheitswesen – der größten Branche der Stadt – einige schon beunruhigt. Unter Ärzten hieß es sinngemäß: Die im Koalitionsvertrag erwähnte Forderung nach Werbeverboten für Alkohol und Tabak etwa hätten sich die Koalitionäre sparen sollen – es gebe deutlich Dringenderes, wie überlastete Kliniken und Pflegenotstand in Heimen. Zwar will Rot-Rot-Grün die Kliniken besser ausstatten. Ob dies im ausreichenden Maß geschehen wird – da sind einige skeptisch, auch wenn sich die Spitze der Berliner Krankenhausgesellschaft positiv äußerte. Abwarten müsse man, heißt es, ob Dilek Kolat die richtige Gesundheitssenatorin sei. Die neue Verwaltung ist für die SPD-Frau umgebaut worden, so kommt die Frauenförderung mit ins Ressort. Staatssekretär wird wohl Boris Velter – geschätzter Klinikexperte –, im Gespräch ist auch Susanne Kitschun (ebenfalls SPD). Politisch heikel aber sinnvoll könnte es sein, sich mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) anzulegen. Die machtbewusste KV ist für die Praxen zuständig und soll stärker in die Pflicht genommen werden: Praxen sollen öfter Sprechstunden anbieten und so die Kliniken entlasten.

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