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Thema

Bundestagswahl

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UPDATE Angela Merkel bleibt Kanzlerin. Bei der Bundestagswahl erringen Union und FDP eine Mehrheit - vor allem wegen der starken Liberalen. Die CDU-Chefin will schon in den nächsten Tagen mit dem neuen Partner über die Regierungsziele verhandeln. Aber die FDP will sich nicht drängen lassen und kündigt harte Koalitionsverhandlungen an.

Von Albert Funk
WIRECENTER

Für Tagesspiegel.de machte er als Gast in Berlin den Kulturcheck: Täglich möglichst viel Berliner Kultur und möglichst viel Berliner Wurst. Jetzt ist Mark Espiner aus London nach Berlin umgezogen - und hat als Erstes mal die Bundestagswahl vergleichend analysiert.

Von Mark Espiner

Das Risiko, das Peter Harry Carstensen einging, war hoch: Die ungeliebte Koalition mit den Sozialdemokraten platzen zu lassen, um im Windschatten der Bundestagswahl (und in der Hoffnung auf einen schwarz-gelben Sieg im Bund) auch in Kiel eine Wunschkoalition mit den Freidemokraten in den Hafen steuern zu können – das war ein Wagnis, das nicht zuletzt auf den demoskopischen Erkenntnissen vom Frühsommer beruhte. SPD-Spitzenkandidat Ralf Stegner hat dieses Wagnis seines Koalitionspartners noch angefeuert, mit weit weniger Risiko für die eigene Partei: Stegner blieb immer die Wahl zwischen dem aufrechten Gang in die Opposition und (wenn Carstensen und die CDU sich täuschen sollten) der Aussicht auf eine rot-rot-grüne Koalition mit dem Zuschlag namens SSW, der Dänenpartei.

Das tut weh: Die Potsdamer SPD hat im Vergleich zur Bundestagswahl vor vier Jahren in Potsdam mehr als zehn Prozent verloren. Anders dagegen bei der Landtagswahl, wo sie ihr Matthias Platzeck nach jetzigem Stand zumindest auf der 35 Prozent-Marke gehalten hat.

Von Henri Kramer

Die Linke ist ihrem Namen gerecht geworden. Bei der Bundestagswahl 2005 trat sie noch als Scheinpartei an, als eilig zusammengeschustertes Wahlbündnis aus Ex-Sozialdemokraten (WASG) und ehemaligen Staatssozialisten (PDS).

Potsdam - Der „Platzeck-Effekt“ trug nur im Land: Genauso deutlich, wie die Brandenburger ihren Regierungschef wieder wählten, straften sie seine Partei bei der Bundestagswahl ab: Rund elf Prozent weniger Stimmen als 2005 waren es bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe. Mit 24,8 Prozent straften die Brandenburger eine Bundes-SPD ab, die für sie – den Umfragen zufolge – vor allem für Hartz IV steht.

Von Sandra Dassler

Auch in der Hauptstadt gab es ein Desaster für die Sozialdemokraten. Sie mussten nicht nur den Christdemokraten den Vortritt lassen, sondern wurden sogar von den Linken eingeholt - und zeitweise sogar überholt. Zudem stieß die Wahl in Berlin nur auf vergleichsweise geringes Interesse.

Von Ulrich Zawatka-Gerlach

Matthias Platzeck hat es erneut geschafft, seine Sozialdemokraten wieder zum Sieg zu führen. Was die SPD vom Sieg ihres Ex-Vorsitzenden Matthias Platzeck mitnehmen könnte.

Von Thorsten Metzner

Ein Blick auf vergangene Wahlen zeigt nicht nur traditionelle Unterschiede im Abstimmungsverhalten von Ost und West, sondern auch interessante Parallelen. Politisch vereint ist die Stadt noch immer nicht

Von Stefan Jacobs
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Den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit überrascht das Wahlergebnis nicht. Zu seiner Rolle im Bund schweigt er lieber.

Von
  • Katja Demirci
  • Ulrich Zawatka-Gerlach

„Na, na“, murmelt ein Banknachbar skeptisch vor sich hin, als Predigerin Anja Siebert die Bundestagswahl von der Kanzel „das Hochamt der Demokratie“ nennt. Am Ende von „Jede Stimme zählt“, wie die Vikarin ihren Gottesdienst am Wahlsonntag in der Matthäuskirche gegenüber vom Steglitzer Kreisel genannt hat, ist diese erst mal reichlich vollmundig rüberkommende Bezeichnung dann plötzlich plausibel geworden.

Von Gunda Bartels

Das Risiko, das Peter Harry Carstensen einging, war hoch: Die ungeliebte Koalition mit der SPD platzen zu lassen, um im Windschatten der Bundestagswahl (und in der Hoffnung auf Schwarz-Gelb im Bund) auch in Kiel eine Wunschkoalition mit den Freidemokraten in den Hafen zu steuern.

Von Albert Funk

In Berliner Wahllokalen überprüfen internationale Beobachter der OSZE die demokratischen Standards der Bundestagswahlen – und scheinen zufrieden.

Von Patricia Hecht

WAHLBERECHTIGTEGenau 2 471 587 Berliner waren diesmal im Wahlverzeichnis registriert – das sind knapp 33 000 mehr als bei der Bundestagswahl 2005. Vor allem im Ostteil der Stadt erhöhte sich die Zahl der Wahlberechtigten deutlich – nämlich um rund 26 500.

Dieser Wahlsonntag war für die rechtsextreme Szene eine herbe Enttäuschung. In der Bundestagswahl spielten NPD und DVU keine Rolle, außerdem schrumpfte die Zahl der Landtage, in denen eine bräunliche Partei vertreten ist, von drei auf zwei.

Von Frank Jansen

Stefan Raab lädt Spitzenpolitiker zum letzten Schlagabtausch und entscheidet vorab die Wahl

Von Matthias Kalle
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An dieser Stelle bloggen wir für Sie aus Berliner Sicht über die Wahl - von der Stimmung im Wahllokal im Kiez bis hin zu den Reaktionen der Politiker auf den Wahlpartys am Abend und dem Berliner Endergebnis in der Nacht. Bitte schreiben Sie Ihre eigenen Erlebnisse, Fragen, Anregungen und Kritiken unter den Text.

Von Anna Sauerbrey
waehlerin_dpa

Es ist ein bisschen wie Weihnachten. Alle vier Jahre wählen wir den Bundestag und viele haben für diesen Tag ihre eigenen Traditionen entwickelt. Der eine holt seinen Jahrzente alten Wahlanzug aus dem Schrank, andere treffen sich vor dem Urnengang zum politischen Frauen-Frühstück. Machen Sie mit - schildern Sie uns ihre persönlichen Wahlrituale!

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