Bei mehreren Bombenanschlägen in Bagdad sind am Sonntag mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Allein drei Anschläge wurden während des abendlichen Fastenbrechens im Ramadan verübt, wie die Behörden mitteilten.
Alle Artikel in „Politik“ vom 28.09.2008

Ein politisches Erdbeben hat die Ära der CSU-Alleinherrschaft in Bayern beendet: Bei den Landtagswahlen haben die Christsozialen fast 18 Prozentpunkte verloren - das höchste Minus einer Partei bei Landtagswahlen seit 1950. Die SPD profitiert davon aber nicht und kommt nur auf knapp 19 Prozent.

Angelika Gramkow ist die erste linke Oberbürgermeisterin in einer deutschen Landeshauptstadt. In Schwerin setzte sich die Linkspolitikerin bei der Stichwahl am Sonntag knapp gegen Mecklenburg-Vorpommerns Ex-Innenminister Gottfried Timm von der SPD durch.
Bei den Parlamentswahlen in Österreich wurden die Sozialdemokraten die stärkste Kräft. Sie wollen die Große Koalition fortsetzen. Ungetrübt ist diese Freude jedoch nicht: Während SPÖ und ÖVP einbrachen, konnte die BZÖ ihr Ergebnis verdreifachen.
Das Geiseldrama um eine europäische Reisegruppe hat eine überraschende Wendung genommen: Sudanesische Soldaten töteten am Sonntag sechs der Entführer und nahmen zwei von ihnen fest. Die 19 Geiseln sollen sich in einem bislang unbekannten Versteck der Entführer befinden.
Der Chef des iranischen Atomprogramms, Gholamresa Aghasadeh, nimmt am Montag nicht an der Generalversammlung der Internationalen Atomenergiebehörde teil. Das Land war von der UN gerade aufgefordert worden, seine Aktivitäten zur Urananreicherung einzustellen.
Er hatte palästinensische Übergriffe auf israelische Siedler verteidigt, nun nahm man womöglich Rache an ihm: Ehud Olmert zufolge hat eine neue jüdische Untergrundgruppierung den Anschlag auf den linken Friedensaktivisten Zeev Sternhell verübt.

Nach dem Sturz der Taliban im Jahr 2001 war sie die erste Polizistin in Khandahar - ihr Spezialgebiet: die Verfolgung von Straftaten gegen Frauen. Jetzt haben die radikalislamischen Taliban die sechsfache Mutter Malalai Kakar nach eigenem Bekenntnis "eliminiert".
Spannung bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Österreich: Meinungsforscher sagten eine äußerst knappe Entscheidung zwischen der sozialdemokratischen SPÖ und der konservativen Volkspartei ÖVP voraus.

Nur zögerlich hat am Sonntagvormittag die mit großer Spannung erwartete Landtagswahl in Bayern begonnen. Der seit 1966 alleinregierenden CSU droht der Absturz unter die 50-Prozent-Marke.
Der virtuelle Sightseeing-Dienst Google "Street View" hat bereits in den USA für heftige Kritik gesorgt. Nun will das US-Unternehmen das Projekt auch in Deutschland etablieren, doch einige deutsche Kommunen haben Widerstand angekündigt.
Der Atomvertrag zwischen den USA und Indien hat den ersten Schritt zur Ratifizierung durch den Kongress in Washington genommen. Noch fehlt jedoch die Zustimmung des US-Senats, um den seit 30 jahren unterbrochenen nuklearen Handel zwischen den beiden Staaten wieder aufnehmen zu können.
Laut einer aktuellen Umfrage liegt der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama rund fünf Prozentpunkte vor seinem Konkurrenten John McCain. Beide Kandidaten beanspruchen den Sieg im TV-Duell für sich.
Kandidatenstreit und Parteitagszwist
Bei den festgenommenen Terrorverdächtigen wurden keine Waffen gefunden – der Haftbefehl war offenbar bis zuletzt fraglich.
Nach Angaben von Human Rights Watch sind seit 2005 nur noch in fünf Staaten Jugendliche exekutiert worden. Der Iran kennt keine Gnade.

Seit 2004 warnte Nouriel Roubini vor einer "harten Landung" der US-Wirtschaft, sollte die Immobilienblase einmal platzen. Aber Kollegen verspotteten den amerikanischen Ökonom als "Dr. Untergang". Nun erwartet er die schlimmste Rezession seit 50 Jahren.
Schwerster Anschlag seit 20 Jahren in Syrien / Spekulationen über Hintermänner

Die CSU hat 46 Jahre allein regiert. Ein Blick auf die Köpfe der Partei – nur für den Fall, dass es vorbei sein sollte.
Die Bundesregierung befürchtet, dass die US-Finanzkrise aufs Wachstum schlägt. Finanzminister Steinbrück und Wirtschaftsminister Glos teilen mit, dass die Prognosen für das kommende Jahr nach unten korrigiert werden müssen.