• „Beispielloses, historisches Treffen“: USA, Russland und Israel planen Sicherheitsgipfel

„Beispielloses, historisches Treffen“ : USA, Russland und Israel planen Sicherheitsgipfel

Es soll bei dem Dreier-Gipfel um die Lage in Syrien und die iranische Präsenz dort gehen. Einen genauen Termin nennt Israels Premier Netanjahu noch nicht.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.Foto: Abir Sultan/Epa/AP/dpa

Bei einem Gipfel in Jerusalem wollen Sicherheitsberater der USA, Russlands und Israels kommende Woche über die Lage in Nahost sprechen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem „beispiellosen, historischen Treffen“.

Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass sollen an den Gesprächen am 24. und 25. Juni die Sicherheitsberater Nikolai Patruschew (Russland), John Bolton (USA) und Meir Ben-Schabat (Israel) teilnehmen. Ein Sprecher Netanjahus konnte die genauen Daten am Mittwoch zunächst nicht bestätigen.

Die Zeitung „Times of Israel“ berichtete, bei dem Treffen solle es vor allem um die Situation in Syrien gehen, insbesondere um die militärische Präsenz von Israels Erzfeind Iran in dem Nachbarland. Ein weiteres Thema sei der geplante Abzug von US-Truppen aus dem Bürgerkriegsland.

Russland und der Iran unterstützen in Syrien den Machthaber Baschar al Assad, die USA stehen auf der Seite der Opposition. Moskau forderte Washington wiederholt auf, die US-Truppen aus dem Land abzuziehen. Israel verlangt einen Abzug aller iranischen Kräfte aus Syrien.

Die israelische Luftwaffe greift immer wieder Ziele in dem benachbarten Bürgerkriegsland an. Die Bombardierungen richten sich nach Einschätzung von Beobachtern gegen iranische Kräfte und deren Verbündete, etwa die libanesische Hisbollah-Miliz. Zu Jahresbeginn hatte Russland Israel aufgefordert, diese Angriffe zu unterlassen.

Thema könnte auch der iranische Einfluss in arabischen Ländern sein. Die USA und Großbritannien hatten den Iran für Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman in der vergangenen Woche verantwortlich gemacht. Teheran weist das zurück. US-Präsident Donald Trump will nun rund 1000 weitere Soldaten in den Nahen Osten schicken. Die Spannungen schüren die Sorge vor einer weiteren Eskalation in der Region. (dpa)

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