Umfragen zur US-Wahl : Chancen der US-Demokraten auf erdrutschartigen Sieg wachsen

Im November geht es nicht nur um Trump oder Biden als US-Präsidenten. Zwei weitere Machtzentren stehen auf der Kippe: der Senat und das Repräsentantenhaus.

Der Kongress und seine beiden Kammern sind die weiteren Machtzentren neben dem Weißen Haus.
Der Kongress und seine beiden Kammern sind die weiteren Machtzentren neben dem Weißen Haus.Foto: Joshua Roberts/REUTERS

Donald Trump und die Republikaner sind mit ihren Aussichten für die Wahl im November in einem tiefen Tal. Sie könnten nach neuen Meinungsumfragen alle Machtpositionen in Washington DC verlieren.

Biden führt nach Wahlmännern deutlich

Im Kampf um das Weiße Haus kann Joe Biden nach den Durchschnittswerten der aktuellen Umfragen auf 222 sichere oder wahrscheinliche Wahlmänner zählen. Trump kommt nur auf halb so viele, 125. Elf Staaten mit 191 „Electoral Votes“ gelten derzeit als „Toss Ups“. Biden stehen demnach viel mehr potenzielle Kombinationen offen, um auf die 270 Stimmen zu kommen, die den Sieg bedeuten.

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Im Kampf um die Mehrheit im Repräsentantenhaus – 218 von 435 Sitzen – haben die Demokraten gute Chancen, ihre Dominanz zu verteidigen. 214 Mandate gelten als sicher oder wahrscheinlich für sie; bei den Republikanern sind es 190. Die Demokraten brauchen also nur vier der 31 Wahlkreise, wo es im Moment Unentschieden steht.

Selbst die Senatsmehrheit der Republikaner wackelt

Auch im Senat, wo die Konservativen derzeit 53 Sitze kontrollieren und die Demokraten 47, ist die Hürde nicht mehr unüberwindlich, die Mehrheit zu kippen. 47 Mandate sind für die Demokraten sicher oder wahrscheinlich, 48 für die Republikaner.

Wenn die Wahl bereits am nächsten Dienstag wäre, wäre ein „Landslide“, ein erdrutschartiger Erfolg der Demokraten, der ihnen die Kontrolle über alle drei Machtzentren bringt, durchaus möglich. Je höher Biden gegen Trump siegt, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Wähler auch bei der Wahl von Abgeordneten und Senatoren für die Demokraten stimmen. Der Schönheitsfehler: Die Wahl ist erst am 3. November.

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