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Thema

Erdbeben

Zwei Wochen nach dem starken Erdbeben vor Sumatra mit mehr als 600 Toten hat ein neuer Erdstoß nahe der indonesischen Insel tausende Menschen in Panik versetzt. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,7 lag nur rund 100 Kilometer südwestlich der Küstenstadt Padang im Meer.

Das Seebeben am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 vor Indonesien war mit einer Stärke von 9,3 auf der Richterskala die zweitstärkste Erschütterung, die Geoforscher je gemessen haben. Bei einer genauen Analyse fanden USWissenschaftler jetzt heraus, dass vor drei Monaten die dreifachen Kräfte wirkten als die ursprüngliche Schätzung eines Bebens der Stärke 9,0 vermuten ließ (Forschungsmagazin „Nature“, Band 434, Seite 581).

Bei einem Erdbeben der Stärke von 7,0 auf der Richterskala in Westjapan ist am Sonntag mindestens ein Mensch getötet worden, etwa 500 wurden teils schwer verletzt. Mehrere Gebäude auf der Insel Kyushu wurden völlig zerstört.

Erdbeben in unserer Region Nach dem verheerenden Seebeben in Südostasien wird sich mancher die Frage gestellt haben, ob es denn auch bei uns schon Beben dieser oder ähnlicher Art gegeben hat. Dazu gehörte vor allem die „Altmark“ im Norden des heutigen Sachsen-Anhalt.

Teltower Vorstadt/Berlin – Die Potsdamer Geoforscher werden am Donnerstag im Bundeskanzleramt über ein Frühwarnsystem für Erdbeben informieren. GFZ-Sprecher Franz Ossing sagte gestern, der Kanzler werde nicht wie ursprünglich gemeldet ins GeoForschungsZentrum (GFZ) an den Telegrafenberg kommen, sondern habe die Wissenschaftler nach Berlin eingeladen.

Das Potsdamer Geoforschungszentrum hat das weltweit schnellste Erdbebenwarnsystem entwickelt

Von
  • Tissy Bruns
  • Thorsten Metzner

Der Seismologe Rainer Kind vom Potsdamer GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) hat sich nach den verheerenden Folgen des Seebebens in Südasien für ein satellitengestütztes System ausgesprochen, mit dem Menschen rechtzeitig vor Flutwellen gewarnt werden könnten. Viele Touristen und Einheimische hätten zudem die Flut überleben können, wenn sie richtig reagiert hätten.

Die Glocken der Potsdamer Kirchen und der Kirchen der umliegenden Orte werden am heutigen Mittwoch um 12 Uhr mittags für fünf Minuten zum Gedenken an die Opfer der verheerenden Erdbeben- und Flutkatastrophe in Südostasien läuten und zum Gebet einladen. Das teilte der Superintendent der evangelischen Kirche Potsdam, Bertram Althausen, gestern mit.

Seit einem Jahr leistet der internationale Sport vielfältige Hilfe nach einer Naturkatastrophe: Nach dem Erdbeben in der iranischen Stadt Bam starteten viele Vereine und Verbände Benefizspiele und projekte. Zu einem Fußball-Länderspiel trat die deutsche Nationalmannschaft im Oktober 2004 in Teheran an und gewann 2:0 gegen den Iran.

Die Menschen in Bam lebten von der Zitadelle. Ein Jahr nach dem Beben warten sie verzweifelt auf den Wiederaufbau. Ein Erfahrungsbericht

sucht Sumatra „Alles“, spricht der Optimist Pangloss, „ist gut, wie es ist.“ Da hat ein Erdbeben gerade zwei Drittel der Stadt Lissabon zerstört.

Von Steffen Richter

„Krakatau“ vom 29. Dezember 2004 Nicht zuletzt anlässlich der aktuellen SeebebenFlutwellen-Katastrophe im Indischen Ozean stellt sich eine alte Frage, die häufig verdrängt wird, derzeit eindringlicher als bisher: Ist unser, zumeist Ressourcen fressender, nicht selten luxuriöser Massen-Ferntourismus über tausende von Flugmeilen letztlich nicht eine absolute Sackgasse sowohl für die Menschen in den fernen Ländern als auch für unsere modernen Feiertags-Flüchtlinge?

DIe Hilfsorganisationen Caritas, Diakonie und Deutsches Rotes Kreuz haben für die Opfer der Flutkatastrophe Spendenkonten eingerichtet: Diakonie Katastrophenhilfe , Kto: 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 60010070 Kennwort: Erdbeben – Südasien. Caritas International , Kto: 202753, Postbank Karlsruhe, BLZ 660100 75, Kennwort: Erdbeben – Südasien.

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