• Terror on Paris - Liveticker vom Samstag zum Nachlesen: Hillary Clinton: Der IS muss besiegt werden

Sieben Terroristen sind tot

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Terror on Paris - Liveticker vom Samstag zum Nachlesen : Hillary Clinton: Der IS muss besiegt werden

20:21 Uhr: Sieben Terroristen sind tot: Bei der Anschlagsserie in Paris sind nach jüngsten Angaben sieben Angreifer ums Leben gekommen und nicht acht. "Sieben Terroristen starben während ihrer kriminellen Handlungen", sagte der Pariser Staatsanwalt François Molins am Samstagabend. Einer der Angreifer sei anhand seiner Fingerabdrücke identifiziert worden: Es handle sich um einen 1985 im Süden von Paris geborenen Mann, der in den vergangenen Jahren acht Mal wegen gewöhnlicher Straftaten verurteilt worden und den Behörden wegen seiner Radikalisierung aufgefallen sei.

Nahe der Leiche eines anderen Selbstmordattentäters sei ein syrischer Pass gefunden worden, sagte Molins. Der 1990 in Syrien geborene Besitzer des Passes sei den französischen Behörden nicht bekannt.
Die Angreifer seien bei den Anschlägen offenbar in "drei Teams" vorgegangen, sagte Molins. Das Bataclan wurde von drei mit Kalaschnikow-Schnellfeuergewehren und Sprengstoffgürteln bewaffneten Männern attackiert, die in einem "schwarzen Polo" mit belgischem Kennzeichen vorgefahren seien. Davor war die Rede von vier Angreifern im Bataclan gewesen. Als zweites Tatfahrzeug wurde ein schwarzer Seat identifiziert.

19.44 Uhr: Festgenommener in Belgien war Freitagabend in Paris: Nach den Anschlägen von Paris haben belgische Anti-Terror-Ermittler eine Person festgenommen, die am Freitagabend in der französischen Hauptstadt war. Das bestätigte der belgische Premierminister Charles Michel am Samstagabend nach einem Großeinsatz der Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek.

19:20: Pariser Staatsanwalt korrigiert Opferzahl nach oben: Die Terrorwelle in Paris hat nach einer neuen Bilanz der Staatsanwaltschaft 129 Tote gefordert. Zuvor war von 127 Opfern die Rede. Alleine im Konzertsaal Bataclan gab es 89 Tote. Diese Zahl sei angesichts der großen Zahl von Schwerverletzten allerdings vorläufig, sagte Staatsanwalt François Molins am Samstag in Paris. Es gebe 352 Verletzte, 99 davon akute Notfälle. Sieben Terroristen seien gestorben. Am Stadion Stade de France haben sich nach Angaben des Staatsanwalts drei Explosionen ereignet. Die Leiche eines Selbstmordattentäters wurde in der Nähe gefunden. Die sieben Terroristen benutzten Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow. Außerdem hätten sie die absolut gleiche Art von Sprengstoffwesten getragen, sagte Molins.

Ein Pianist hat sich heute mit einem Klavier vor das Bataclan gesetzt und zum Gedenken an die Opfer gespielt:

19:06 Uhr: Anschlag auf das Länderspiel geplant: Die Attentäter von Paris wollten einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge offenbar einen Anschlag direkt im Fußballstadion beim Länderspiel Deutschland-Frankreich verüben. Mindestens ein Attentäter habe ein Ticket für das Spiel gehabt. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck aufgehalten worden, berichtet die Zeitung am Samstag unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten.

Bei dem Attentäter sei etwa eine Viertelstunde nach Spielbeginn am Stadioneingang eine Sprengstoffgürtel entdeckt worden. Beim Versuch, das Stadion zu betreten, habe ein Sicherheitsbeamter beim Abtasten des Mannes den Sprengstoffgürtel gefunden. Beim Versuch zu fliehen, habe der Mann den Auslöser bedient. Ein Polizist habe dem WSJ den Vorgang bestätigt. Ziel sei gewesen, den Sprengsatz im Stadion zu zünden. Ein zweiter Sprengsatz explodierte drei Minuten später in dem naheliegenden McDonald's, sagte die Polizei der Zeitung. Der Polizist vermutetet laut „Wall Street Journal“, dass der Angreifer den Sprengstoff im Stadion zünden wollte. Ziel sei vermutlich eine Massenpanik bei den Zuschauern gewesen, hieß es weiter.


18:45 Uhr: In Belgien Festgenommene waren Geheimdienst bekannt: Wie die französische Zeitung "La Libération" berichtet, sind die drei in Brüssel im Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris festgenommenen Männer dem französischen Inlandsgeheimdienst schon länger bekannt. Sie waren offenbar als "gefährlich" eingestuft worden.

18:27 Uhr: Einige der Attentäter lebten möglicherweise in Belgien: Eine Spur der Attentäter von Paris führt nach Behördenangaben nach Belgien. Nach den Anschlägen sei ein Mietwagen mit einer Verbindung in den Brüsseler Stadtteil Molenbeek in Paris entdeckt worden, sagte ein Sprecher von Justizminister Koen Geens am Samstag nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Im Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris haben belgische Sicherheitskräfte am Samstag offenbar zudem ein Viertel der Hauptstadt Brüssel durchkämmt. Der Fernsehsender RTBF berichtete am Samstagabend von drei noch laufenden Razzien in Molenbeek, bei denen ein Mann festgenommen worden sei. Die Polizei bestätigte die Angaben zunächst nicht.

Die Boulevardzeitung "La Dernière Heure" berichtete, die Razzien hätten in den Wohnungen dreier junger Männer stattgefunden, die an den Anschlägen in Paris beteiligt gewesen sein sollen. Aus der französischen Hauptstadt hatten mehrere Augenzeugen berichtet, die Angreifer vom Freitagabend seien in einem Fahrzeug mit belgischem Kennzeichen gekommen.

Zu der Anschlagsserie am Freitagabend im Zentrum von Paris und dem nördlichen Vorort St. Denis mit 128 Toten bekannte sich am Samstag die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Frankreich beteiligt sich seit Herbst 2014 am US-geführten Militäreinsatz gegen die Extremisten im Irak und fliegt seit September 2015 auch Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien.

Einer der mutmaßlichen Attentäter von Paris konnte identifiziert werden. Er war Franzose und dem Geheimdienst bekannt.
Einer der mutmaßlichen Attentäter von Paris konnte identifiziert werden. Er war Franzose und dem Geheimdienst bekannt.Foto: dpa


18: 24 Uhr: Laut Medienbericht war einer der Attentäter erst zwischen 15 und 18 Jahren alt: Der französische Fernsehsender BFMTV berichtet, dass bei der Obduktion einer der Täter identifiziert wurde: Er sei ein 30-jähriger Franzose, von dem der Inlandsgeheimdienst bereits wusste, dass er sich radikalisiert hatte. Laut einem Bericht von Europe 1, der sich auf das Institut Médico Légal in Paris bezieht, sei mindestens einer der Terroristen zwischen 15 und 18 Jahre alt.

18:12 Uhr: Trauerfeier vor französischer Botschaft in Teheran: Vor der französischen Botschaft in Teheran hat es am Samstag eine spontane Trauerfeier für die Opfer der Terroranschläge von Paris gegeben. Dutzende iranische Jugendliche legten Blumen vor der diplomatischen Vertretung nieder, zündeten Kerzen an und klebten Schilder mit der Aufschrift „Nous sommes unis“ („Wir sind vereint“) an die Wand des Botschaftsgebäudes. Die iranische Regierung hatte die Anschläge zuvor scharf verurteilt. Die verantwortlichen Islamisten seien keine Muslime, erklärte das Außenministerium in Teheran. Sie hätten auch nichts mit den Kriterien und Werten des Islams gemeinsam.


17:52 Uhr: Drohungen gegen Flug von Amsterdam nach Paris nicht bewahrheitet: Wegen einer anonymen Drohung ist am Samstag auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol ein Passagierflugzeug der Air France kurz vor dem Start nach Paris gestoppt worden. Bei einer Durchsuchung des Airbus sei jedoch nichts Gefährliches entdeckt worden, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Das Flugzeug wurde evakuiert, die Passagiere konnten später wieder an Bord gehen. Vorsorglich wurde auch das Panoramadeck des Airports vorübergehend geschlossen. Die Drohung war laut Angaben des niederländischen Grenzschutzes über Twitter eingegangen. „Das haben wir so ernst genommen, dass wir sicherheitshalber alle Passagiere von Bord geholt haben“, sagte ein Behördensprecher. Laut ANP wurde in dem Tweet auch gewarnt, dass nach den Anschlägen in Paris die Flughäfen von Amsterdam und Brüssel Angriffsziele sein könnten.

17:34 Uhr: Durchsuchungen und Festnahmen in Belgien: Nach den Terroranschlägen von Paris hat die Polizei in Belgien einen Großeinsatz gestartet. Nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga durchsuchten schwer bewaffnete Polizisten am Samstag mehrere Wohnungen im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Nach Angaben des Rundfunksenders RTBF wurde mindestens ein Mensch festgenommen. Die Polizei wollte zunächst nicht bestätigen, dass der Einsatz in Verbindung mit den Anschlägen von Paris steht. Augenzeugen sollen dort allerdings am Freitagabend ein Fahrzeug mit belgischem Kennzeichen beobachtet haben, das mit den Taten in Verbindung stehen könnte.

17:30 Uhr: Mutmaßlicher Terrorist könnte als Flüchtling über Griechenland eingereist sein: Einer der mutmaßlichen Terroristen von Paris könnte Anfang Oktober als Flüchtling aus der Türkei nach Griechenland gekommen sein. "Der Inhaber des Passes, der an einem Tatort (in Paris) gefunden worden ist, war am 3. Oktober 2015 nach den Regelungen der EU auf der Insel Leros (als Flüchtling) registriert worden", teilte das Ministerium für Bürgerschutz in Athen am Samstagabend mit. Das Ministerium wisse nicht, durch welche andere Länder der Inhaber des Passes weitergereist sei, hieß es. Die französischen Behörden hatten in der Nähe der Leiche eines der mutmaßlichen Terroristen einen syrischen Pass gefunden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise berichtete.

Währenddessen in Berlin: Das Brandenburger Tor leuchtet in den französischen Farben. Die Entwicklungen in der deutschen Hauptstadt können Sie hier verfolgen!

17:27 Uhr: Airbus am Flughafen Amsterdam durchsucht: Am Flughafen Amsterdam-Schiphol ist am Samstagnachmittag aus Sicherheitsgründen ein Airbus 321 Richtung Frankreich aufgehalten, geräumt und durchsucht worden. Wie die niederländische Polizei mitteilte, gingen über den Kurzbotschaftendienst Twitter Drohungen gegen den Flug ein. "Wir nehmen Drohungen immer sehr ernst, hier haben wir uns dazu entschlossen, die Passagiere in Sicherheit zu bringen und die Maschine zu durchsuchen", sagte Polizeisprecher Dennis Muller, ohne einen direkten Zusammenhang zu den Pariser Anschlägen aus der Nacht zum Samstag herzustellen. Die niederländische Polizei teilte nicht mit, in welche französische Stadt der A 321 fliegen sollte und welcher Fluggesellschaft er gehört. Die niederländische Nachrichtenagentur ANP meldete, es handle sich um die Flugnummer AF1741 der Air France, die nach Paris hätte fliegen sollen.

17 Uhr: Bewaffneter Franzose am Londoner Flughafen festgenommen: Am Londoner Flughafen Gatwick ist ein mit einer Schusswaffe bewaffneter Franzose festgenommen worden. Das meldete die britische Polizei am Samstag. Zuvor hatte die Polizei ein Terminal des Flughafens nach dem Fund eines verdächtigen Gepäckstücks geräumt. Ein Mann, der das Gepäckstück abgestellt habe, sei festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Sprengstoffexperten seien vor Ort. Es war zunächst unklar, ob es einen Zusammenhang zu den Anschlägen von Paris gibt. Die britischen Sicherheitskräfte sind nach den Anschlägen von Paris in erhöhter Alarmbereitschaft.

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