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Thema

Energiewende

Der Wiesbadener Landtag hat sich aufgelöst und damit den Weg für eine vorgezogene Neuwahl freigemacht. Die fünf im Landtag vertretenen Parteien zogen damit die Konsequenz aus ihrer Unfähigkeit, eine Regierung zu bilden. CDU und FDP nutzten die Gelegenheit zur Abrechnung mit dem "Wortbruch" von SPD-Chefin Andrea Ypsilanti.

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Im Vorfeld der Bundestagswahl setzen die Grünen bei ihrem Parteitag in Erfurt vor allem auf ihre Kernkompetenz, die Umwelt- und Klimapolitik. "Grün, nicht Bindestrich-Grün" lautete die Losung, die der scheidende Parteivorsitzende Reinhard Bütikofer ausgab. Seine Parteifreunde rief er zu Geschlossenheit auf.

AKW Philippsburg

Einst war er Gründungsmitglied der Grünen, nun stellt er ein grünes Herzstück in Frage: Ex-Innenminister Otto Schily gibt an, er sei nicht mehr überzeugt vom Atomkonsens. Deutschland brauche die Atomenergie noch eine Weile, sagte er. Die Grünen werfen ihm Opportunismus vor.

Washington - Die US-Demokraten streben mit ihrer Kongressmehrheit eine Ökowende in der Energiepolitik an. Mit einem Gesetz, dessen Entwurf im Senat debattiert wird, wollen sie den Ölfirmen über die nächsten zehn Jahre rund 14 Milliarden Dollar an Steuervergünstigungen für Öl- und Gasförderung streichen und für die Förderung alternativer Energien wie Wind und Sonne sowie von nachwachsenden Biokraftstoffen verwenden.

Von Christoph von Marschall

Regierungsberater zum Klimaschutz: Wind und Biomasse sollen 2020 die Hälfte der Versorgung sichern

Von Dagmar Dehmer

Mitte. Unter dem Motto „Atomforum abschalten – mit Hochspannung für die Energiewende", demonstrieren heute von 15 bis 19 Uhr 150 Teilnehmer (siehe Grafik).

Potsdam-Mittelmark - Anlässlich des Tags des Energiesparens haben die Brandenburger Grünen eine Wende zugunsten erneuerbarer Energiequellen gefordert. Dazu müssten sich die Landkreise an Potsdam-Mittelmark orientieren, sagte der Grünen-Landesvorsitzende Axel Vogel gestern.

Als zweites deutsches Kernkraftwerk ist am Morgen der Atommeiler im nordbadischen Obrigheim abgeschaltet worden. Um 07.58 Uhr wurde der Reaktor im ältesten kommerziell betriebenen Atomkraftwerk in Deutschland für immer heruntergefahren.

Gegen die weitere Produktion von Atomstrom hat am Dienstagabend die Umweltschutzorganisation „Robin Wood“ am MaritimHotel an der Dorotheenstraße in Mitte protestiert. Anlässlich der Tagung des Deutschen Atomforums, die gestern um 18 Uhr im Hotel begann, erklommen drei Greenpeace-Aktivisten die Überdachung des Hotels und spannten zwischen Fahnenmasten ein Transparent mit der Aufschrift „Vernünftig ist nur der Ausstieg – Energiewende jetzt“.

Der rot-grüne Vertrag: Mehr Kinderbetreuung, weniger Korruption und ein bisschen Ökosteuer

Von Robert von Rimscha

Von Dagmar Dehmer Viel Einigkeit hat es in der Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung“ des Bundestags nicht gegeben. Aber in einem Punkt sind SPD, Grüne, Union und FDP doch einer Meinung: Deutschland sollte sich ein mittel- und ein langfristiges Klimaschutzziel setzen, obwohl das in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung bisher nicht vorgesehen ist.

Wer nur wenige Monate vor dem entscheidenden Wahltag in den Umfragen hinten liegt, der hat ein Problem - auch am Politischen Aschermittwoch. Diesmal traf das Problem die Grünen, die nach dreieinhalb Regierungsjahren vom Angreifer zum Verteidiger geworden sind und in manchen Umfragen sogar unter vier Prozent liegen.

Von Hans Monath

Wenn Sie an das Programm denken, mit dem Sie vor drei Jahren angetreten waren: Ist die Energiepolitik der rot-grünen Regierung dann ein Erfolg?Ja, die Energiewende, das nationale Klimaschutzprogramm und der Atomausstieg gehören zu unseren großen Erfolgen.

Ein wenig Staub wird der Energiebericht von Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) noch aufwirbeln. Aber dann wird er in den Archiven verschwinden und dann wird er höchstens noch Manager von Kohlekraftwerken interessieren und entzücken.

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller warnt vor Alleingängen in der Umweltpolitik. Sollten anspruchsvolle Verminderungsziele bei den Kohlendioxid (CO 2)-Emissionen hier zu Lande im Alleingang verwirklicht werden, drohen nach seiner Einschätzung massiv wachsende Erdgasimporte zu Lasten der inländischen Kohle, mahnt Müller in seinem Energiebericht, den er heute vorstellt.

Die Ankündigung der großen Stromkonzerne, Kraftwerke stillzulegen, hat eine Diskussion über die Subventionierung umweltfreundlicher Techniken zur Energieerzeugung ausgelöst. Der energiepolitische Sprecher und Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Walter Hirche, kritisierte am Mittwoch, die Pläne der rot-grünen Koalition zur "Privilegierung" von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) schafften neue Überkapazitäten.

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