Der Gegensatz könnte kaum größer sein: draußen weite Schneeflächen bis zum Horizont, gelegentlich ein Baum, dessen kahle Äste sich dem tief hängenden Himmel entgegen recken, Stille; drinnen, ganz woanders, ist es laut, schwül und bunt. Dort feiern Dutzende von Menschen zwischen Bast- und Blumendekorationen eine Hawaii-Party, bunte Drinks, lustige Hütchen und Witzeleien inbegriffen.
Alle Artikel in „Kultur“ vom 10.10.2001
Amanda Michalopoulou, Jahrgang 1966, ist die herausragende Autorin der jungen griechischen Literatur. 1996 ihre Kurzgeschichten "Draußen ist das Leben bunt" undSie arbeitet als Kolumnistin für die griechische Tageszeitung "Kathimerini".
Im deutschen Herbst 1977, auf dem Höhepunkt des Terrors der Rote Armee Fraktion (RAF) in Deutschland, gab es noch keine Nachrichtenkanäle. Dennoch war das Fernsehen, besonders die damals noch als quasi-offiziell wahrgenommene "Tagesschau", ein bevorzugtes Medium der Terroristen für die Kommunikation ihrer Botschaften.
In Cannes trugen Sie nach der Premiere der "Die Klavierspielerin" eine Tätowierung auf dem Arm: "Gott kann Bach dankbar sein, weil Bach die Existenz Gottes beweist." Glauben Sie an Gott oder an Bach oder an beide?
Mit nur 28 Jahren fiel die begeisterte Reiterin Maria Malibran vom Pferd und verletzte sich schwer. Todkrank, so erzählt sich die Musikgeschichte, habe sie noch Bellinis "Sonnambula" gesungen.
Die Wiener Philharmoniker sind eine Spezies für sich. So sind sie beispielsweise das einzige Orchester, das auf den Plakaten der Salzburger Festpiele namentlich erwähnt wird, während die Konkurrenz - ob aus Chicago, München oder Berlin - einfach nur "Gastorchester" heißt.
Schicksal? Mit Dead Man drehte Jim Jarmusch ein skurriles Railmovie über die Abenteuerlust eines Buchhalters.
Ernst Schrittmacher scheint unsterblich zu sein - ewig jung, ewig bodenständig, ewig national. Diese Grinsebacke gerät in das Spießeridyll eines gealterten 68er-Ehepaares.
Das Altern eines Künstlers ist im glücklichen Fall nichts anderes als ein über Jahrzehnte angelegter Erkenntnisprozess. Eine Besinnung auf das Eigene, am Herzen Liegende angesichts der Notwendigkeit, mit der verbliebenen Kraft haushalten zu müssen.
Die Reihen lichten sich. Nach Rolf Ludwig, Klaus Piontek und Kurt Böwe hat nun auch Dietrich Körner seinen letzten Auftritt auf der Bühne gehabt.
Die Babelsberger Filmstudios haben eine neue Chefin: Gabriela Bacher wird die neu zu gründende Studio Babelsberg Motion Pictures GmbH leiten. Die 40-Jährige ist damit verantwortlich für sämtliche Media-Aktivitäten des Traditionsstandorts, wie der französische Konzern Vivendi Deutschland mitteilte.
Was hat sich "amSTARt"-Impesario Ran Huber da ausgedacht? "The Big Paincake" ist ein in alle Richtungen (Musik, Video, Performance, Pantomime.
Wenn es um die Medien geht, ist Amerikas Regierung empfindlich, nervös, gereizt. Sie weiß, dass im Kampf gegen den international operierenden Terrorismus ihre Raketen kaum wichtiger sind als die Bilder, die über die TV-Geräte in aller Welt flimmern.
Klaus Kinski hat vermutlich in mehr schlechten Italo-Western den Schurken gegeben als jeder andere halbwegs respektable Filmstar. Unter zahllosen Perlen unfreiwilligen Trashs befindet sich aber ein echtes Meisterwerk: In "Il Grande Silenzio" (1968, der deutsche Verleihtitel "Leichen pflastern seinen Weg" lässt eher an einen Zombieschocker denken) von Sergio Corbucci spielt er mit eisiger Grausamkeit den Anführer einer skrupellosen Kopfjägerbande, die sich auch von der messianischen Heldenfigur des "Silenzio" (Jean-Louis Trintignant) nicht von ihrem verbrecherischen Tun abhalten lässt.
Angesichts der aktuellen Weltlage hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels dafür plädiert, verstärkt Buchprojekte in arabischen Ländern mit deutschen Geldern zu fördern. Junge Intellektuelle in der islamischen Welt seien an Literatur aus dem Westen interessiert, kommen aber oft nicht an Bücher, da viele Verlage zu wenig Geld für Übersetzungen hätten.
Every day is sunshine", säuselt die Stimme. "Jeden Tag scheint die Sonne", klagt sie mit schleppendem Klang, und eine Plexiglasscheibe tönt die grauen Mauern im Innenhof der Kunsthalle goldgelb.
Bis zu den Anschlägen in den USA am 11. September hatten viele Menschen in der arabischen Welt noch nie von Osama bin Laden gehört.
Mein Leben war, bevor ich nach Berlin zog, eine Katastrophe - zumindest kulinarisch. Ich ernährte mich schlecht und einseitig und in den amerikanischen Fast-Food-Restaurants Münchens begrüßten mich die Geschäftsführer mit Handschlag.