Kann man der Geschichte vom edelmütigen Eheweib Leonore/Fidelio heute noch trauen? Harry Kupfer löst das Inszenierungsproblem von Beethovens Oper, indem er seinen "Fidelio" als Probensituation anlegt.
Alle Artikel in „Kultur“ vom 08.10.2001
In seinem bekanntesten Roman, "High Fidelity", verbriet Nick Hornby popmusikalische Vorlieben. Poppig leicht gibt sich auch sein neues Buch mit dem wiederum englisch belassenen Titel "How To Be Good" (Kiepenheuer & Witsch).
Darf ich vorstellen: Eros. "Als Aphrodite geboren wurde, hielten die Götter ein Mahl; unter ihnen war auch Poros, der Sohn der Klugheit.
Der Berg kreißte und gebar eine Maus. Sie nennt sich Deutsches Zentrum für Photographie (DCP).
Weltspitze zu sein, war für die DDR ein vielgestaltiger Traum. Es gelang ihr in der Eisbärendressur besser als beispielsweise in der Speiseeisproduktion.
Jeder kennt die Begeisterung, mit der sich Leute, denen der gleiche Film gefällt, über die besten Szenen und Sprüche ihrer Leinwandhelden austauschen. Bei Büchern geht es ganz ähnlich zu, nur scheint die jeweilige Fangemeinde hier häufiger noch geschlechterspezifisch definiert.
Olaf Metzel erhält den mit 20 000 Mark dotierten Ernst-Barlach-Preis. Wie die Ernst-Barlach-Gesellschaft mitteilte, wird die Auszeichnung am 13.
Ab heute zieht die nächstjährige Documenta 11 auch in Berlin ihre Spuren: Auf der so genannten "Plattform 1" finden in den kommenden Wochen im Haus der Kulturen der Welt Vorträge zum Thema "Democracy Unrealized (Demokratie als unvollendeter Prozess)" statt. Erwartet werden unter anderem der Schriftsteller Wole Soyinka, die Aktivistin Nawal El Saadawi aus Ägypten und der Historiker Harbans Mukhia aus Neu-Delhi.
Das Timing war so perfekt wie makaber, als die Nachricht von den amerikanischen Luftangriffen am Sonntagnachmittag mitten in die bisher größte Friedensdemonstration in New York City platzte. Überrascht war eigentlich niemand unter den mehreren Tausend Kriegsgegnern auf dem Union Square.
Das Gesetz über die Preisbindung für Bücher und Musikalien soll wie geplant im Frühjahr 2002 verabschiedet werden. Bundeskulturminister Julian Nida-Rümelin sagte gestern bei einem Pressegespräch im Bundeskanzleramt, der Entwurf sei zwischen seinem und dem Wirtschaftsministerium abgestimmt.
Als die Flugzeuge in das World Trade Center stürzten, besichtigten Mitarbeiter der Akademie der Künste gerade die Baustelle des neuen Domizils am Pariser Platz. Sie brachen den Besuch ab und fuhren in den Altbau zurück.
Immer wieder schön und für ein nachwachsendes Publikum (ab 3 Jahren) immer wieder neu: Die putzigen Janosch-Figuren Tiger und Bär suchen ihr Traumland. "Oh, wie schön ist Panama", glauben sie zu wissen und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise.
Am vergangenen Freitagabend erreichten mich aus verschiedenen Kneipen und Bars aufgeregte Anrufe von Freunden und Bekannten sowie bekannten Barkeepern. Sie alle hielten die druckfrische Tagesspiegel-Ausgabe vom Sonnabend in den Händen, überreicht von den netten Tagesspiegelhandverkäufern.
Die Schockwellen sind kaum abgeklungen, da schwappt aus New York bedrohlicher Metropolensound der übelsten Sorte zu uns herüber. Schließlich ist die Stadt für ihre als Musik getarnte Terrorprodukte bestens bekannt.
Bei Hans Werner Henzes Opern und Sinfonien stößt man nicht nur auf einen menschlichen Ton, sondern auch auf einen politischen und philosophischen Hintergrund. In seiner Kleist-Oper "Der Prinz von Homburg", die jetzt zu seinem 75.
Der Schauspieler Dietrich Körner, einer der großen älteren Mimen des Deutschen Theaters in Berlin, ist tot. Wie das Theater mitteilte, erlag Körner am Montag in Alter von 71 Jahren einer schweren Krankheit.