Seit letztem Wochenende habe ich wieder märchenhaft Hoffnung in Ehepaare. Sie können so gut zwischen zerstrittenen Liebenden vermitteln.
Alle Artikel in „Kultur“ vom 20.05.2001
Josef Schwejk, der tschechische Säufer, Hundehändler und Lebenskünstler, ist ein braver Mann. Er befolgt die Befehle der Vorgesetzten, er fügt sich der öffentlichen Ordnung, Eigennutz kennt er nicht und auch sonst tut er alles, um nicht sonderlich aufzufallen.
Ein böses Stück. Ist es ein böses Stück?
Unter Künstlern und Publizisten kennt sie jeder. Alle preisen sie.
Wo sitzt es nur, dieses verfluchte Siegergen, das die Bayern triumphieren läßt? In der Hefe des Weißbieres ist es sicher nicht und auch nicht in den berühmten letzten zwei Minuten von Barcelona, in denen die Münchner Fußballer 1999 den schon sicher geglaubten Sieg des Europapokals gegen Manchester verloren - wer so etwas erlebt, ist sozusagen wie Siegfried durch Drachenblut gewatet und fürderhin gefeit für die Gefahren des letzten Augenblicks.
Der Berliner Kultursenator Christoph Stölzl hat die Einwände gegen den Bau einer Tiefgarage neben dem Bücherverbrennungs-Denkmal als nicht stichhaltig bezeichnet. Die Einbindung von Kunstwerken in den lärmenden Großstadtbetrieb sei etwas Normales und oftmals sogar Gewolltes, wie es auch in der Konzeption für das Holocaust-Mahnmal vorgesehen sei, sagte Stölzl.
Hatte Bayern München bei seinem Sieg eigentlich bloß Glück, oder hat dieser Verein auch eine besondere Mentalität, gar eine Siegermentalität?Das mit der Siegermentalität halte ich für eine reine Mystifizierung, für eine Form von Verherrlichung sportlicher Siege.
Okay, die Menschen sind nicht mehr. Sagt der Tod in einem "schönen Theaterstück", geschrieben von Sibylle Berg unter dem Titel "Helges Leben".