Nun also Schwamm drüber. Es scheint wirklich nicht mehr der leiseste Anflug von Beleidigtsein vorhanden zu sein, weil der andere (Frank Baumbauer, vormals Deutsches Schauspielhaus, Hamburg) geworden ist, was der eine (Dieter Dorn, vormals Kammerspiele, München) gerne auf ewig geblieben wäre.
Alle Artikel in „Kultur“ vom 19.05.2001
Udo Steinbach (57) ist Islamwissenschaftler und Direktor des Deutschen Orient-Instituts in Hamburg. Israel hat am Samstagmorgen palästinensische Einrichtungen mit Kampfhubschraubern angegriffen.
Thomas Schumacher hörte nicht hin, als Disney-Boss Michael Eisner eines Tages in seiner Tür stand. Ich glaube, wir sollten aus dem "König der Löwen" ein Musical machen, sagte Eisner.
Die Europäische Union hat angesichts der israelischen Bombenangriffe auf die Palästinenser eine ungewohnt harte Tonart angeschlagen. "Illegal" sei die Siedlungspolitik Israels, kritisierte die schwedische Außenministerin Annas Lindh und gab Regierungschef Ariel Scharon die Hauptverantwortung für die jüngste Gewalteskalation.
Das haben sie nun davon. Umgeben sich programmatisch "Jetzt mit noch mehr Männer" - und landen damit nicht nur grammatisch im Abseits.
Der britische Cellist Steven Isserlis ist ein Feuerkopf. Auch sein Einsatz für einen vergessenen Komponisten wie Carl Frühling, der im Wien der Jahrhundertwende als Zeitgenosse Gustav Mahlers auf den Spuren von Johannes Brahms wandelte, lebt von unbedingter Intensität.
Bei den Mainzer Tagen der Fernsehkritik stellte eine Moderatorin verblüfft fest, dass selbstreferenziell und authentisch die am meisten genannten Stichworte dieser Tagung waren. Obwohl auch Roger Willemsen auf dem Wetten-Dass-Sofa im ZDF-Kasino Platz genommen hatte, ging es um so etwas profanes wie Spaß.
Wieder israelische Angriffe, wieder palästinensische Tote und Verwundete: Israels Luftwaffe bombardierte am Samstag erneut mit Kampfflugzeugen und -hubschraubern Ziele in palästinensischen Westbankstädten. Die zunehmende interne und internationale Kritik am Ausmaß der israelischen Vergeltungsschläge zeigt bisher keine Wirkung bei Ministerpräsident Ariel Scharon.
"Ja, ich bin ein Rassist", sagt die Stimme aus dem Off. Es ist die Stimme eines amerikanischen Juden.
Filmfestivals sind etwas für Wünschelrutengänger. Eine schillernde Oberfläche aus Bildern und Stimmen, über die man in wachsender Trance gleitet, immer auf der Suche nach Schätzen unter dieser gleißenden Hülle - und vor allem nach jenem, was sie im Geheimen verbinden mag.
"Was das hier mit Boxen zu tun hat?" Katrin Peters, Studentin im fünften Semester an der Hochschule der Künste, überlegt.
Da er seinen Acker gut bestellt hatte, konnte er auf eine reiche Ernte zurückblicken. Bis zuletzt blieb er ein gefragter Redner, ein brillanter Schriftsteller.
Das Geschrei der Möwen, sagt man, kommt aus den Seelen toter Matrosen. Deswegen darf ein Seemann nicht auf Möwen schießen.