
Die französische Rettungsaktion für Ingrid Betancourt ist gescheitert. Die Entführer fühlten sich unter Druck gesetzt und beharren jetzt darauf, die Geiseln nur unter ihren Bedingungen gehen zu lassen.

Die französische Rettungsaktion für Ingrid Betancourt ist gescheitert. Die Entführer fühlten sich unter Druck gesetzt und beharren jetzt darauf, die Geiseln nur unter ihren Bedingungen gehen zu lassen.

Der Iran hat eine neue Uran-Zentrifuge getestet. Diese sei kleiner und habe eine "fünfmal höhere Kapazität" als die bisher genutzten Modelle, sagt Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Ob der Test erfolgreich ist, wird sich in zwei bis drei Monaten zeigen. Die USA und Frankreich drohten mit neuen Sanktionen.

Mit markigen Sprüchen eröffnet Oskar Lafontaine den Wahlkampf in Lübeck und verspricht vollmundig: "Je stärker die Linke wird, desto sozialer wird Deutschland."

Die befürchteten Ärztestreiks an rund 700 kommunalen Krankenhäusern in Deutschland sind vom Tisch. Etwa 55.000 Mediziner an städtischen Kliniken oder Kreiskrankenhäusern sollen künftig rund acht Prozent mehr Geld bekommen.
Bundestagspräsident Norbert Lammert fordert von seinen Ministerien deutlichere Informationen über die Arbeit der Lobbyisten. Der Austausch zwischen Politik und Wirtschaft aber sei nötig und auch erwünscht.
Der Oberkommandierende des amerikanischen Militäreinsatzes, David Petraeus, äußert nur verhalten optimistische Töne über die Lage im Irak. Von den Demokraten kommen deutlichere Worte.

Der Despot von Simbabwe lockert seinen Griff nicht: Robert Mugabe hat die Bevölkerung aufgerufen, ihr Land "mit Argusaugen" zu bewachen, um eine Rückkehr der weißen Farmer zu verhindern.
Die israelische Polizei hat in Jerusalem die Räume eines privaten Radiosenders geschlossen - aus Sicherheitsgründen, wie es heißt. Der Sender RAM FM setzt sich für einen Friedensdialog zwischen Israelis und Palästinensern ein.
Der für seine Kritik an der geplanten Rentenerhöhung gescholtene Unions-Politiker Jens Spahn lässt sich von Gegenstimmen nicht beeindrucken. Er bleibt dabei: "Das wird uns noch mal auf die Füße fallen".

Thüringens Innenminister Gasser tritt zurück. Ausschlaggebend für seinen Entschluss ist offenbar Ärger um die von ihm angeregte Polizeireform. Sie sieht unter anderem einen Stellenabbau bei den Sicherheitskräften vor.
Die vom Bund geplanten "kooperativen Jobcenter" zur Betreuung von Hartz-IV-Empfängern stoßen auf immer größeren Widerstand. Die Zahl der Mitarbeiter reiche für das Modell nicht aus, kritisierte Schleswig-Holsteins Arbeitsminister.
Um den für 2009 geplanten Gesundheitsfonds gibt es neuen Streit. Auslöser diesmal: eine Klausel, mit der Bayern die Belastung der dortigen Kassen begrenzen will. Doch die so genannte Konvergenzklausel ist nach Ansicht von Experten nicht umsetzbar.

Die anti-chinesischen Proteste beschäftigen auch das Internationale Olympische Komitee. Die IOC-Vizepräsidentin bringt nun erstmals ein Ende des internationalen Teils des olympischen Fackellaufs ins Gespräch.

Pünktlich zum nationalen Atomfeiertag gibt Irans Präsident Ahmadinedschad neue Pläne zur Urananreicherung bekannt. Sie sollen der zivilen Nutzung der Kernkraft dienen. Experten haben da allerdings ihre Zweifel.
Den von pro-tibetischen Demonstranten gestörten olympische Fackellauf in Paris werten französische Zeitungen als Desaster. Viele Kommentatoren würdigen zwar das Ansinnen der Demonstranten, fürchten aber um den Ruf des Sports. Eine Übersicht:
Das Bundeskabinett will die Renten außerplanmäßig erhöhen. Der Extra-Zuschlag kostet in den nächsten Jahre rund zwölf Milliarden Euro. In den Parteien bricht ein Generationen-Konflikt aus.

Vor der Ankunft der Olympischen Flamme in San Francisco haben drei Demonstranten mit einer spektakulären Aktion gegen Chinas gewaltsames Vorgehen in Tibet protestiert. Die Olympischen Spiele werden in den USA zunehmend zum Wahlkampfthema.
Im Rentenstreit macht die Senioren-Union gegen einen kritischen CDU-Abgeordneten mobil – was sogar die Kanzlerin verärgert.
Hillary Clintons Wahlkampf-Chefstratege tritt zurück – weil er sich für den Freihandel eingesetzt hat.
Istanbul - Kurz vor dem Besuch hochrangiger EU-Vertreiber in Ankara hat die türkische Regierung am Montag eine Änderung des berüchtigten „Türkentum“-Paragraphen 301 des Strafgesetzbuches eingeleitet. Die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan brachte am Abend einen Gesetzentwurf ins Parlament ein, der künftige Prozesse nach dem Paragraphen 301 von einer ausdrücklichen Genehmigung des Staatspräsidenten abhängig macht.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein polnischer Amtskollege Radoslaw Sikorski demonstrieren Einigkeit.
SPD greift Sachsens Ministerpräsident Milbradt wegen des Geschäfts mit der Sachsen LB an – die CDU nimmt ihn in Schutz.
Kairo - In Ägypten mischen sich wirtschaftliche Not und politische Unterdrückung zu einer immer explosiveren Mischung. In der Arbeiterstadt Mahalla al Kubra im Nildelta sind am Sonntag bei Auseinandersetzungen zwischen wütenden Arbeitern und Sicherheitskräften etwa 50 Menschen verletzt und über 100 festgenommen worden.
Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan wird 70 – im Ruhestand ist er nicht.
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