Vier britische Ex-Gefangene des US-Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba haben sich beim Obersten Gerichtshof der USA wegen Folter und unmenschlicher Behandlung beschwert. Im Januar hatten sie schon einmal geklagt: Damals ging es um eine Schadenersatzklage gegen den Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.
Alle Artikel in „Politik“ vom 25.08.2008

Bisher war er parteilos - jetzt plant der Globalisierungskritiker Sven Giegold für die Grünen im kommenden Jahr ins Europaparlament einzuziehen. Die Partei freut sich über den prominenten Neuzugang.
Neue Gewalt in Darfur: Die sudanesische Armee hat nach Angaben von Augenzeugen beim Beschuss eines Flüchtlingslagers in der Krisenregion mindestens 25 Menschen getötet. Von unabhängiger Seite gibt es noch keine Bestätigung für die Berichte.

Nach dem Tod seiner Frau Ankepetra will Franz Müntefering wieder in die Politik. Schon erklären 61 Prozent der SPD-Wähler, der Sauerländer wäre ihnen als Partei-Vorsitzender lieber als der amtierende Chef Kurt Beck. Er hat oft genug bewiesen, dass er über das verfügt, was der SPD fehlt: Stehvermögen. Doch die Frage ist nicht, ob er der Partei neuen Schwung verleihen könnte, sondern ob die ihn lässt.
Die Linke geht mit umfangreichen Forderungen in mögliche Verhandlungen für eine Tolerierung einer rot-grünen Minderheitsregierung in Hessen. In einem Positionspapier hat die Partei jetzt aufgeschrieben, was sie unter einem Politikwechsel versteht. FDP und CDU wiesen die Inhalte als unseriös zurück.
Mit seinen Vorschlägen für eine ökologische Steuerreform hat sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) viel Kritik eingehandelt. Mehrere Ministerien lehnten das Konzept ab. Sie bemängeln vor allem, es habe keine Abstimmung gegeben.
Erwin Huber macht mobil - die CSU will im bayerischen Landtagswahlkampf ihren Kurs gegen die Linkspartei weiter verschärfen. SPD-Chef Kurt Beck kritisiert die Äußerungen des CSU-Vorsitzenden scharf. Vor allem der Tonfall missfällt den Sozialdemokraten.
In Pakistan ist die Regierungskoalition zerbrochen. Der frühere Premierminister Nawaz Sharif gab am Montag bekannt, dass seine Muslim-Liga die Koalition mit der Pakistanischen Volkspartei verlässt. Die Parteien hatten sich unter anderem um die Wiedereinsetzung entlassener Richter einen harten Konflikt geliefert.
China und Südkorea wollen die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit weiter ausbauen - auf Grundlage einer bereits im Mai vereinbarten "strategischen Partnerschaft". Beide Länder gehören zu der Sechser-Gruppe, die die Diskussion um das nordkoreanische Atomprogramm voranbringen soll.
Die georgischen Streitkräfte führen seit 2007 Mehrfachraketenwerfer auf Trägerfahrzeugen von Mercedes-Benz ein. Sie sind für Streumunition einsetzbar.
Zum bereits zwölften Mal in den letzten vier Jahren ist Jia Zhiguo, ein Bischof der katholischen Untergrundkirche, in China festgenommen worden. Insgesamt saß der 73-jährige vatikantreue Bischof bereits 18 Jahre seines Lebens im Gefängnis.
Als Geste des guten Willens gegenüber Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat Israel am Montag knapp 200 palästinensische Gefangene freigelassen. Zeitgleich wird US-Außenministerin Condoleeza Rice in Israel erwartet - doch die Hoffnungen auf Fortschritte im Friedensprozess sind gedämpft.
Die EU will das russische Vorgehen im Konflikt mit Georgien nicht einfach hinnehmen. Anfang September berät sie deshalb darüber, wie sie künftig mit dem Nachbarn umgeht. Unterdessen will das russische Parlament die Anerkennung Abchasiens und Südossetiens durchsetzen.
Das Entrollen einer Tibet-Flagge auf dem Olympia-Gelände in Peking hatte am vergangenen Donnerstag zur Festnahme von Florian Norbu Gyanatshang geführt. Jetzt ist der Deutsch-Tibeter wieder in Deutschland gelandet - auch acht US-Amerikaner wurden aus China ausgewiesen.
Blutiges Attentat: Ein Raketenangriff der radikalislamischen Taliban hat in Pakistan mindestens acht Todesopfer gefordert. Unter den Opfern sind auch Familienangehörige eines Parlamentariers - die Taliban bezeichneten den Anschlag als Racheakt.
Die bevorstehende Rückkehr Franz Münteferings findet über Parteigrenzen hinweg Zustimmung. Wenig erfreut zeigt sich lediglich die Linke. Sie sieht im ehemaligen Arbeitsminister vor allem einen Befürworter der Agenda 2010 - und befürchtet ein Glaubwürdigkeitsproblem, wenn sie mit der SPD zusammenarbeitet.
Über Ampel und Jamaika wird in Hessen wieder intensiver nachgedacht. Ins Kanzleramt muss 2009 nicht automatisch der Stärkste einziehen. Die kleinen Parteien diktieren die Preise.
Mit den Parteitagen beginnt die heiße Phase im Kampf um das Weiße Haus in den USA
Der deutsche Chefökonom einer konservativen britischen Denkfabrik verabschiedet sich desillusioniert von London
Empörung nach Beschuss afghanischen Dorfes
Die Wirtschafts- und Umweltminister wollen ein Förderprogramm, um Haushalten beim Energiesparen zu helfen. Das hat der Branchenverband der Elektronikindustrie allerdings schon vor einem Jahr gefordert.
Die Finanzlage des Staates hat sich im abgelaufenen ersten Halbjahr deutlich besser entwickelt als erwartet. Die Finanzen der Sozialkassen gestalteten sich allerdings schlechter als noch im Vorjahr.