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Den immer zahlreicher werdenden Liebhabern des Tango Argentino muss man diesen Mann nicht vorstellen: Neben Astor Piazzolla ist Juan José Mosalini vielleicht der bedeutendste, gewiss aber in Europa bekannteste zeitgenössische Tango-Interpret. Auf dem Bandoneon zelebriert der Wegbereiter des Tango Nuevo eine schwebende und atmende, zugleich rhythmisch zupackende und raumfüllende Musik voller Melancholie und Tiefe.

Nie war der Spruch "Totgesagte leben länger" so wertvoll wie heute. Zum Beispiel beim "Festival des Politischen Liedes": Einst von der FDJ gestaltetes Schaufenster zur großen weiten Welt in der Rebublikshauptstadt hat es sich dreißig Jahre nach seiner Gründung umbenannt und wird nun (von den gleichen Initiatoren!

Sie habe einen Kunden, erzählt die Verkäuferin am Wilkens-Stand im KaDeWe, der jederzeit zusammengerollt ein komplettes Silberbesteck bei sich führe. Einschließlich Austernmesser.

Von Moritz Schuller

Ein Alptraum: An die 300 Anträge hatte die Berliner Off-Theaterszene eingereicht, hoffend auf einen Hauptgewinn oder auch nur einen Trostpreis in der Senatslotterie 2001. Weniger als zehn Prozent davon konnte die Jury beglücken, die im Auftrag der Kulturverwaltung die Mittel für Projekte und Spielstättenförderung, rund 900 000 Mark, verteilt.

Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts sollen die Kopfjäger auf Borneo der Praxis abgeschworen haben, territoriale Konflikte durch das Fangen eines gegnerischen Kopfes auszutragen. Dennoch haben sich in den Dörfern der konkurrierenden Stämme die so genannten "Kopf-Häuser" erhalten.

Der Verkauf des Berliner Metropol-Theaters an den niederländischen Unterhaltungskonzern Stage-Holding bedeutet laut Kultursenator Christoph Stölzl keineswegs das Ende der Operette in der Hauptstadt. Operette sei Teil des Musiktheaters und habe auch auf einer Musicalbühne ihren Platz, betonte Stölzl vor dem Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses.

Als Lennys (Rainer Reiners) Ehe kriselt, macht sich der New Yorker Intellektuelle auf die Suche nach der leiblichen Mutter seines hyperintelligenten Adoptivsohnes. Doch seine Annahme, dass sich der IQ vererbt haben müsse, erweist sich als falsch: Die Mutter der Jungen ist eine schrille Prostituierte, die keine Ahnung vom Tuten, wohl aber vom Blasen hat.

"Ich habe in 40 Jahren keinen langweiligen Schizophrenen kennengelernt und doch nur selten einen nicht langweiligen Normalen". Zu diesem Schluss kommt der Anstaltsdirektor in Heinar Kipphardts Psychiatriedrama "März", und die neu gegründete Truppe zero dB will in ihrer Collage aus Schauspiel und Live-Musik quasi den Beweis antreten: Anhand der Liebesgeschichte der Patienten Hanna und März streicht der Regisseur Andreas Seyffert "das produktive Moment der Psychose" heraus und hinterfragt die gängige Sicht auf Normalität und Wahnsinn.

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