Das Berliner Zimmer, der Stolz der Stadt, ist eine Notlösung. Das dunkle Durchgangszimmer ist das architektonische Knie jeder Altbauwohnung, zerrissen zwischen Pracht und dunklem Hof.
Alle Artikel in „Kultur“ vom 26.02.2001
"Berlin! Berlin!
Hellau! Oder wie geht das in Berlin?
Den immer zahlreicher werdenden Liebhabern des Tango Argentino muss man diesen Mann nicht vorstellen: Neben Astor Piazzolla ist Juan José Mosalini vielleicht der bedeutendste, gewiss aber in Europa bekannteste zeitgenössische Tango-Interpret. Auf dem Bandoneon zelebriert der Wegbereiter des Tango Nuevo eine schwebende und atmende, zugleich rhythmisch zupackende und raumfüllende Musik voller Melancholie und Tiefe.
Berlin, das sind viele Bauausstellungen. Die bedeutendste ist wohl jenes Quartier, in dem mehr als ein Dutzend Avantgarde-Architekten ihre Ideen in Form von Gebäuden manifestierten.
Nie war der Spruch "Totgesagte leben länger" so wertvoll wie heute. Zum Beispiel beim "Festival des Politischen Liedes": Einst von der FDJ gestaltetes Schaufenster zur großen weiten Welt in der Rebublikshauptstadt hat es sich dreißig Jahre nach seiner Gründung umbenannt und wird nun (von den gleichen Initiatoren!
Aceh: In der nördlichen streng muslimischen Provinz der Insel Sumatra kämpfen Rebellen der Bewegung "Freies Aceh" für einen von Indonesien unabhängigen Staat. Bei Gefechten und Überfallen sind in den vergangenen Jahren mehrere Tausend Menschen getötet worden.
Um die Sache abzukürzen, könnte man ganz einfach sagen: Jacobien Vlasman ist die beste Jazzsängerin der Stadt, und wer das noch nicht wissen sollte, kann sich davon heute abend um 22 Uhr im Quasimodo überzeugen. Punkt.
Sie habe einen Kunden, erzählt die Verkäuferin am Wilkens-Stand im KaDeWe, der jederzeit zusammengerollt ein komplettes Silberbesteck bei sich führe. Einschließlich Austernmesser.
Ein Alptraum: An die 300 Anträge hatte die Berliner Off-Theaterszene eingereicht, hoffend auf einen Hauptgewinn oder auch nur einen Trostpreis in der Senatslotterie 2001. Weniger als zehn Prozent davon konnte die Jury beglücken, die im Auftrag der Kulturverwaltung die Mittel für Projekte und Spielstättenförderung, rund 900 000 Mark, verteilt.
Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts sollen die Kopfjäger auf Borneo der Praxis abgeschworen haben, territoriale Konflikte durch das Fangen eines gegnerischen Kopfes auszutragen. Dennoch haben sich in den Dörfern der konkurrierenden Stämme die so genannten "Kopf-Häuser" erhalten.
Der 14-jährige Brite Jamie Bell wurde für seine Rolle im Ballett-Film "Billy Elliot" mit dem Britischen Filmpreis als bester Schauspieler ausgezeichnet. Beste Schauspielerin wurde Julia Roberts als "Erin Brockovich".
Der Verkauf des Berliner Metropol-Theaters an den niederländischen Unterhaltungskonzern Stage-Holding bedeutet laut Kultursenator Christoph Stölzl keineswegs das Ende der Operette in der Hauptstadt. Operette sei Teil des Musiktheaters und habe auch auf einer Musicalbühne ihren Platz, betonte Stölzl vor dem Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses.
Rüdiger Machetzki ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Asienkunde in Hamburg und Experte für Indonesien. Mit ihm sprach Armin Lehmann.
Hinsichtlich der drohenden Auflösung der RIAS Big Band (siehe Tagesspiegel vom 16. und 21.
Als Lennys (Rainer Reiners) Ehe kriselt, macht sich der New Yorker Intellektuelle auf die Suche nach der leiblichen Mutter seines hyperintelligenten Adoptivsohnes. Doch seine Annahme, dass sich der IQ vererbt haben müsse, erweist sich als falsch: Die Mutter der Jungen ist eine schrille Prostituierte, die keine Ahnung vom Tuten, wohl aber vom Blasen hat.
"Apocalypse Now" wird beim diesjährigen Filmfestival in Cannes (9. bis 20.
"Ich habe in 40 Jahren keinen langweiligen Schizophrenen kennengelernt und doch nur selten einen nicht langweiligen Normalen". Zu diesem Schluss kommt der Anstaltsdirektor in Heinar Kipphardts Psychiatriedrama "März", und die neu gegründete Truppe zero dB will in ihrer Collage aus Schauspiel und Live-Musik quasi den Beweis antreten: Anhand der Liebesgeschichte der Patienten Hanna und März streicht der Regisseur Andreas Seyffert "das produktive Moment der Psychose" heraus und hinterfragt die gängige Sicht auf Normalität und Wahnsinn.