Der Potsdamer Oberbürgermeister stellt sich dem PNN-Chefredakteur Peter Tiede
Schloss Sanssouci
Nach dem Beschluss der Stadtverordneten zur Zahlung von einer Million Euro pro Jahr an die Schlösserstiftung geht der Streit weiter, ob damit tatsächlich ein Pflichteintritt für den Park Sanssouci verhindert werden kann. Am Donnerstag erklärte Brandenburgs Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski (Linke) – eines von drei Mitglieder für das Land Brandenburg im Stiftungsrat der Schlösserstiftung –, sie werde sich an die Stiftung mit der Forderung wenden, das Angebot Potsdams anzunehmen.
Seit dem April 2012 gilt auch im Dresdner Schlosspark Pillnitz ein Pflichteintritt von zwei Euro, wie er jetzt für den Park Sanssouci geplant ist. Die dortige Bürgerinitiative gegen den Eintritt hat nach eigenen Angaben festgestellt, dass der Anteil der Dresdner an der Pillnitzer Besucherzahl innerhalb eines Jahres auf 19 Prozent gesunken sei.
Hat er noch einmal die Kurve gekriegt, der Oberbürgermeister, in Sachen Stadtzuschuss für den Park Sanssouci und Verhinderung eines Parkeintritts? Es kann sein.
Jann Jakobs hat ein lang erwartetes Machtwort gesprochen. Sollte es für die Millionen-Zahlungen der Stadt an die Schlösserstiftung keine Gegenfinanzierung geben, werde er als Oberbürgermeister ab Anfang 2014 eine Haushaltssperre verhängen.
Am heutigen Mittwoch will eine Mehrheit der Stadtverordneten einen Pflichteintritt für Park Sanssouci verhindern
Gegen die geplante Bettensteuer formiert sich der Widerstand. In Sachen Tourismusabgabe übt sich Oberbürgermeister Jann Jakobs in Selbstkritik

Jann Jakobs hat es nicht leicht: Erst das Stadtwerke-Skandal, dann derKunsthallen-Streit und nun der Konflikt um Tourismusabgabe und Sanssouci-Parkeintritt. Potsdams SPD-Oberbürgermeister steht unter Druck und seine Machtbasis bröckelt. Ganz unschuldig ist er daran nicht.

Linke attackieren das Agieren von Oberbürgermeister Jann Jakobs und SPD-Chef Mike Schubert

Im Streit um den drohenden Pflichteintritt für den Park Sanssouci und die gescheiterte Tourismusabgabe beginnen die Schuldzuweisungen. Dabei attackiert die Linke die Sozialdemokraten, aber auch Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Linke-Kreischef Sascha Krämer erklärte am Wochenende, das Agieren von Jakobs und auch SPD-Chef Mike Schubert lasse Zweifel aufkommen, ob beide noch das Ziel eines freien Parkeintritts verfolgen.
Die Schlösserstiftung bereitet den Parkeintritt bereits vor – das belegt ein internes Protokoll.
Die Landeshauptstadt will tief in die Kasse greifen, um einen Eintritt für den Park Sanssouci zu verhindern. Potsdam will eine Million an die Schlösserstiftung zahlen. Doch woher das Geld kommen soll, ist unklar.
Der Stiftungsrat besteht auf einem Vertrag bis zum 30. Juni, in dem die Stadt eine Million Euro jährlich zusichert. Andernfalls kommt der Parkeintritt, den Potsdams Stadtverordnete eigentlich verhindern wollen.
Ein Pflichteintritt für Park Sanssouci soll verhindert werden. Dafür aber bleibt den Stadtverordneten nur noch wenig Zeit. Eine Sondersitzung wäre möglich, Jakobs will außerdem bei der Schlösserstiftung für Aufschub werben.
Potsdam will eine Million an die Schlösserstiftung zahlen. Doch woher das Geld kommen soll, ist unklar.

Nach dem Hauptausschuss ist klar: Jakobs soll mit der Schlösserstiftung verhandeln, der Parkeintritt verhindert werden. Doch die Finanzierung ist weiterhin unklar.
Die neue Linie der SPD gegen die Tourismusabgabe stößt in Potsdam auf ein geteiltes Echo: Die Handwerker sind erleichtert, die TMB gibt sich fassungslos – und der Linke-Fraktionschef spöttelt
Es war für die Filmemacher Björn Birg und Henrik Regel ein Sieg, aber er hat viel Nerven gekostet. „Unlike You – Trainwriting in Berlin“, ein Berliner Dokumentarfilm über Graffiti auf Zügen, darf nach fast einem Jahr wieder gezeigt und verkauft werden.

Immer wieder richten Touristen große Schäden am Weltkulturerbe Potsdams an - und nicht nur dort. Für bessere Fotos etwa werden weltweit Kulturschätze demoliert.
Die vom Potsdamer Oberbürgermeister Jakobs eingebrachte Tourismusabgabe ist verworfen, nun sollen die Gäste der Stadt zahlen: Potsdam will - wie Berlin - die "City Tax" einführen. Doch für die Touristen hätte das auch einen Vorteil.

Berlin streitet noch darüber, in Potsdam soll sie nun kommen: Eine Bettensteuer für Touristen. In Brandenburgs Landeshauptstadt sollen so jährlich rund eine Million Euro zur Pflege der Parks eingenommen werden.

Statt Händler sollen jetzt Touristen eine „City-Tax“ zahlen und so die Pflege der Unesco-Welterbeparks finanzieren. Das bedeutet auch: Es wird weiterhin keinen Eintritt für Park Sanssouci geben.

Offizieller Auszug aus der Orangerie am Sonntag.

Eigentlich schien alles klar, doch nun meldet sogar Potsdams SPD-Chef Mike Schubert Bedenken sowohl gegen den Pflichtobolus für den Welterbepark als auch an den Regelungen zur Tourismusabgabe an.
Uni beteiligt sich am Tag der Wissenschaften
Hubschraubereinsatz gegen Eichenprozessionsspinner: Park Babelsberg ab Donnerstagnachmittag gesperrt
UPDATE Ab Donnerstagnachmittag ist der Potsdamer Park Babelsberg für Besucher gesperrt. Dann nämlich versprühen Hubschrauber das Insektizid Dipel ES, mit dem in Potsdam derzeit der Eichenprozessionsspinner bekämpft wird. Naturschützer sind indes skeptisch.

Umweltwissenschaftler warnen davor, dass der Einsatz des Insektizids „Dipel ES“ vielen Vogelarten die Nahrungsgrundlage entziehen könnte – gerade in der Zeit, in der sie ihren Nachwuchs füttern

Am heutigen Mittwoch diskutiert der Finanzausschuss die Tourismusabgabe: Die SPD nimmt für eine rechtssichere Satzung auch eine Verzögerung in Kauf
Seit 13. Mai wird der stark allergen wirkende Eichenprozessionsspinner in Potsdam mit dem Insektizid Dipel ES bekämpft.

Das Insektizid Dipel ES, mit dem derzeit aus der Luft und vom Boden aus der Eichenprozessionsspinner bekämpft wird, vernichtet auch das Futter für den Vogelnachwuchs.
60 000 Gäste besuchen die Historische Mühle jedes Jahr, zehn Tonnen Getreide werden hier jährlich zu Mehl. Über die neue Tourismusabgabe hat der „Müller von Sanssouci“ noch nicht nachgedacht
Auf der Suche nach einem großen künstlichen Lichtraum: Der Potsdamer Architekturprofessor Bernd Albers über den Langen Stall und das Palais Barberini und ob sich diese Gebäude für eine Kunstsammlung eignen
Katharina Wiechers über den Hubschraubereinsatz in Potsdam
Auf der Suche nach einem großen künstlichen Lichtraum: Der Potsdamer Architekturprofessor Bernd Albers über den Langen Stall und das Palais Barberini und ob sich diese Gebäude für eine Kunstsammlung eignen.
70 Jahre „Führerauftrag Monumentalmalerei“: In 480 Gebäuden entstanden während des Krieges rund 40 000 Farbdia-Aufnahmen
Wegen des Insektengifteinsatzes per Hubschrauber mussten der Park Sanssouci und der Neue Garten am Montag gesperrt werden. Zahlreiche Touristen standen ratlos vor den Toren. Auch vom Boden aus wurde erstmals Dipel ES gesprüht

Die Vereinbarung mit der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten soll aus Sicht der Partei über fünf statt zwei Jahre gehen. Einen Parkeintritt will die Linke so lange wie möglich verhindern.

Am heutigen Montag beginnt in Potsdam der Großeinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner: Aus der Luft und vom Boden aus werden die befallenen Potsdamer Eichen mit Insektengift besprüht.

Der für den Menschen gefährliche Eichenprozessionsspinner wird nun mit Gift aus luftigen Höhen bekämpft - allerdings nur in Potsdam. In Berlin werden die Eichen, auf denen die Raupen hausen, vom Boden aus mit Bioziden besprüht.
Die 250 Jahre alte Bildergalerie Sanssouci zeigt in einer Sonderausstellung, wie der königliche Bauherr einst seine Kunst hängte. Friedrich der Große zahlte für die Exponate teils horrende Preise.