Der Berliner Museumsinsel droht nach Informationen des "Spiegel" ein Baustopp. Im Etat für die Sanierung, den sich Berlin und der Bund teilen, fehlten 55 Millionen Mark.
Alle Artikel in „Kultur“ vom 28.04.2001
In den zwanziger Jahren gab es in Oxford einen jungen Mann. Später soll er sehr berühmt geworden sein.
Jeder Künstler ist ein Außenseiter. Doch manche sind es mehr als andere - James Ensor zum Beispiel, der Maler skurriler Spukgestalten, oder der Eigenbrötler Robert Walser, der das Schreiben schließlich ganz aufgab, um sich in der abgeschiedenen Welt der Heilanstalten zur Ruhe zu setzen.
Die "Türkin" bringt ihren Blumengruß kniend dar, der "Afrikaner" stößt in das Waldhorn, Japanerinnen zupfen Saiteninstrumente, ein "Araber", weinlaubbekränzt, erinnert flötespielend an Pan, der "Gote" spielt mit seinem Windhund, die "Ägypterin" mit ihrem Reh: Sie alle gehören zu einem "Hochzeitszug" aus Porzellan, den Adolph Amberg 1904 entworfen hatte. Das Brautpaar selbst ist mythologisch überhöht: Die Braut reitet wie "Europa" auf einem Stier.
Berlin wird Musikhauptstadt. Das hat zumindest Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU) auf die Fahnen seiner Industrie-Ansiedlungspolitik geschrieben, mit der er im Bereich der Popkultur längst mehr Impulse zu setzen weiß als Kultursenator Christoph Stölzl.
Auch auf der Straße kann man es ihm ganz deutlich ansehen, wenn man ihn etwa auf der Schellingstraße mitten in Schwabing trifft, dass er auf dem Boden geblieben ist trotz all dem Ruhm und allem Pipapo. Und auch auf der Bühne kehrt Georg Ringsgwandl jetzt wieder zu seinen Wurzeln zurück, von denen natürlich auch er sich ursprünglich mit jeder Sprosse, die er auf seiner Karriereleiter nach oben erklommen hat, immer ein Stückchen weiter entfernt hat: akustischer, handgemachter, kleiner folkiger Musik.
Zwischen Ehrgeiz und Größenwahn liegt oft nicht viel freies Feld - und im Falle von Daniel Hardings Debüt beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin nur ein schmaler Grat. Ausgerechnet Gustav Mahlers zehnte Sinfonie sollte es sein, ein Werk, für das sich sein Mentor Simon Rattle seit über zwanzig Jahren einsetzt - und das ohne die Interpretationen des kommenden Philharmoniker-Chefs wohl nie einen festen Platz im Konzertrepertoire ergattert hätte.
Der Orang Utan ist Konrad Adenauer ziemlich auf den Nerv gegangen. Die Giraffe auch, und die Elefanten.
Die tänzelnde Dame hinter der Dienstbotentür ist kaum vor Blicken geschützt. Eigentlich sollte sie in einem großen Foyer ihre Reize entfalten, aber die Liebhaberin einer Altbauwohnung in Tiergarten konnte sich nicht von ihr trennen.
Nein, es wäre uns nicht so rasch in den Sinn gekommen, Gerhard Schröder mit einem Bild von Caspar David Friedrich zu assoziieren und die Brache vor dem Reichstag mit einer romantischen Landschaft. Doch die Fotografie Konrad R.
Anmoderation: "Meine Damen und Herren, Mesdames et Messieurs, Ladies und Gentlemen! So war unsere Nazi-Woche: Bunt, witzig, leidenschaftlich, für jeden was dabei.
Die Genies sind unter uns. Vielleicht wohnen sie nebenan und fallen uns durch stundenlanges Tonleiternüben schon lange auf die Nerven.
Ein Jahrmarkt. Die Blumenverkäuferin entpuppt sich als Trapezkünstlerin, der Hütchenspieler ist ein Jongleur.
Die Küche in einer alten Moskauer Wohnung, die Einrichtung wie in den frühen 50er Jahren. An den Wänden eine Waschschüssel, ein Abreißkalender, ein klobiges Telefon.
"The Beach" war ohne Zweifel einer der abstoßendsten und auf vertrackte Weise subversivsten Filme der letzten Jahre. Ökonomisch und kulturindustriell gesehen war der Film, der jetzt im Prater der Berliner Volksbühne theatralisiert wurde, nicht viel mehr als ein Starvehikel für Leonardo DiCaprio.