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Einige Wochen nachdem der französische Außenminister Dominique de Villepin sich bei dem Versuch, Saddam Husseins Haut zu retten, gegen einen amerikanischen Alleingang und für den Respekt nationaler Souveränität einsetzte, hat er nun gezeigt, dass Präventivschläge auch in Paris en vogue sind. Eigenmächtig schickte Villepin vergangenen Monat ein französisches Militärflugzeug in den brasilianischen Dschungel.

Die Finanzierung war kompliziert – und lange strittig. Anfang Juli beschloss des Bundeskabinett ein auf zwei Jahre befristetes Sonderprogramm für Langzeitarbeitslose.

VORSICHT! WERBUNG Vor einigen Wochen feierte der Deutsche Markenverband im Historischen Museum in Berlin mit 900 erlauchten Gästen den 100.

Die in und ausländischen Beamten, Militärs und geistlichen Würdenträger, die einen Übergang verhandeln, müssen viel Geschick entwickeln in einer explosiven Stimmung: Sie müssen den Vertretern der alten Macht den Eindruck vermitteln, auch sie hätten eine Zukunft in einem neuen System. Gleichzeitig muss beim Volk der Eindruck vermieden werden, die Kooperation zwecks Machtablösung habe vielmehr mit Kollaboration zu tun, mit dem Aushandeln eines möglichst kommoden Arrangements für die untergehende Macht.

Die Tuareg vermitteln im Geiseldrama in der Sahara – und Deutschland hilft ihnen, die Folgen von Krieg und Dürren zu überwinden

Von Ulrike Scheffer

Was in Berlin der Friseur Udo Walz für die Köpfe ist, das ist in Hamburg seine Kollegin Marlies Möller. Und wie Walz hat auch Möller ihren Kunden nicht nur geschickte Finger zu bieten, sondern eine eigene Haarpflegelinie dazu.

Politiker sind auf der Galopprennbahn Hoppegarten keine Seltenheit mehr. Zuletzt war beim Großen Preis von Deutschland sogar Bundeskanzler Gerhard Schröder auf der Ehrentribüne zu Gast.

Der berühmte Berliner Gegendarstellungsautor Johannes Eisenberg (jede Veröffentlichung bringt dem Juristen einige hundert Euro ein) hat jetzt dem verschwiegenen Dichter Botho Strauß als Ghostwriter gedient. Vorausgegangen war ein Portrait über Straußens Nachbarn in dessen uckermärkischen Dorf.

Erst wollte die Sowjetunion die „sozialistische Stadt“. Ab 1931 zählte allein Moskaus Ausbau zur Prachtmetropole. Ein Berliner Forschungsprojekt untersucht die politischen Motive dieser radikalen städtebaulichen Wende

Von Bernhard Schulz

Peter Bentin kümmerte sich fast zärtlich um den Schiedsrichter. In einer Spielunterbrechung drückte Herthas Physiotherapeut Uwe Kemmling zur Erfrischung einen nassen Schwamm in den Nacken.

Bis 2050 werden die Temperaturen nochmals um zwei Grad ansteigen, selbst wenn wir alle IndustrieEmissionen über Nacht stoppen würden. Kohlendioxid bleibt so lange in der Atmosphäre, dass es Jahrzehnte dauert, bis sich der Planet wieder abkühlt.

Die Palästinenserführer greifen die Regierung Scharon an, Scharons Leute kritisieren die Palästinenser, doch der amerikanische Präsident scheint mit dem Friedensplan weitermachen zu wollen, der doch bei genauerer Betrachtung immer zerbrechlicher erscheint. Israelische Truppen haben vier weitere HamasRebellen festgenommen, weil sie ein Attentat vorbereitet hätten, aber die Führer der islamischen Fundamentalisten bleiben bei ihrer distanzierten Haltung.

EDITORIALS Bereits seit Februar 2000 läuft ein Kartellverfahren der EU gegen den Softwarekonzern Microsoft – es findet kein Ende. Mitte der vergangenen Woche forderte EUWettbewerbskommissar Mario Monti Microsoft ultimativ auf, weitere Änderungen an seinem Betriebssystem vorzunehmen und drohte mit einem hohen Bußgeld.

Jetzt, da der amerikanische Präsident sich nach eigener Aussage selbst bei Kanzler Schröder für das deutsche Engagement in Afghanistan bedanken will, wird ein persönliches Treffen der beiden wieder wahrscheinlicher. „Sie können davon ausgehen, dass die entsprechenden Stäbe im Kanzleramt wie wild an so einer Begegnung arbeiten“, sagt ein Regierungsmitarbeiter.

Nur Läuferin Maria Mutola hat die Chance auf den mit einer Million Dollar gefüllten Jackpot der Golden League

Von Jörg Wenig

Stefan Hermanns über den alltäglichen Wahnsinn von Ewald Lienen Ewald Lienen schwitzte, und das lag nicht allein an der Saharahitze. Der Trainer von Borussia Mönchengladbach schwitzte vor Wut, und die Worte sprudelten aus ihm heraus wie das Löschwasser aus den CRohren der Feuerwehr.

LESEZIMMER Rainer Moritz preist den perfekten Sommerroman Neulich, bei einem Literaturkolloquium in Schloss Elmau, erklärte eine kluge Lektorin in sanftklagendem Ton, woran es der deutschen Gegenwartsliteratur mangele: Aus Angst vor dem Kitschverdikt traue diese sich nicht, Gefühle zu beschreiben. Ein deutscher Autor, der sich im Gefüge studierter Kritiker behaupten will, scheint immer Mittel und Wege zu finden, Leiden(schaften) so zu schildern, dass sie von einem kunstvoll angefertigten und theoriegesicherten Überbau gezähmt werden.

Einer bekam trotz Temperaturen von rund 30 Grad das Frösteln: Carsten Eich (vorn) aus Braunschweig gewann die 12. City Nacht am Samstagabend auf dem Kurfürstendamm und kriegte dann eine Gänsehaut – „weil die Stimmung so mitreißend war“.

Am 11. September wäre er 100 Jahre alt geworden. Bis dahin zitieren wir täglich Theodor W. Adorno

Nach dem 1:1 gegen Hamburg hatte Bochums Trainer Peter Neururer den Schuldigen schnell ausgemacht: das Wetter. „Um uns auf die Situation einzustellen, haben wir bei 45 Grad trainiert“, erzählte er.

Von Robert Ide

VON TAG ZU TAG Ariane Bemmer findet, dass auch Herr Lindner von der FDP Geschmackssache ist Man sollte das nicht tun. Über das Aussehen von anderen lästern und vorher nicht in den Spiegel gucken.

Von Daniel RheePiening Im Prinzip ist es ja zu begrüßen, wenn sich Politiker selbst an die Kandare nehmen und Selbstverpflichtungen zu vernünftigem Haushalten unterschreiben wollen. Nur, wenn damit ein anderes Versprechen abgelöst wird, in dem sich die Politik zu vernünftigem Haushalten verpflichtet hat, wird es ein bisschen schwieriger: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück fordert ein Gesetz, das Bund und Länder verpflichten soll, neu aufgenommene Schulden sofort wieder zurückzuzahlen, wenn die Konjunktur, wie erhofft, wieder anspringt.

Liberias Präsident Taylor will heute nach Nigeria ins Exil gehen – doch viele glauben nicht, dass er die Macht abgibt

Von Wolfgang Drechsler
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