24.07.2013 19:26 Uhr

1987 - 1988. Ein Rückblick Tag für Tag

30. Juli 1988

 

SED-Politbüromitglied Werner Krolikowski (links, im Juli 1989 bei einem Besuch in der LPG Niederkaina in Sachsen) hat es als „erstrangigen Auftrag“ aller Leiter und Mitarbeiter der DDR-Staatsorgane bezeichnet, kritische Hinweise und Vorschläge der Bürger zu beachten. Es sei ein Gebot für jeden Staatsfunktionär, sich mit den Bürgern darüber zu verständigen, „was gemeinsam unternommen werden muss, um in Ordnung zu bringen, was noch nicht in Ordnung ist“, mahnte er laut DDR-Nachrichtenagentur ADN in einer Rede in Potsdam. Er nannte Probleme von den Dienstleistungen bis zum Umweltschutz.

Ein West-Berliner Gericht verurteilt zwei Brüder wegen Widerstandes, Beleidigung, Bedrohung und Sachbeschädigung zu Geldstrafen von 2 250 und 750 DM. Sie hatten Werbeplakate für die NPD mit rechtsextremistischen Parolen geklebt. Polizisten, die dagegen einschritten, wurden als „Nazischweine“ beschimpft und bedroht. Das Gericht billigt den Brüdern wegen Trunkenheit zur Tatzeit verminderte Schuldfähigkeit zu. In Berlin ist die NPD aufgrund alliierter Anordnung verboten.

Foto: Bundesarchiv

Ortstermin mit Albright und Fischer Blick zurück

Die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright stellte in Berlin die deutsche Übersetzung ihres Buches vor. Bei der Podiumsdiskussion war auch Joschka Fischer dabei. Heute sind sie befreundet, doch das war nicht immer so - beide erinnern sich. Von Hans Monath mehr